• EUR/JPY schwächt sich auf etwa 161,65 während der asiatischen Handelssitzung am Dienstag und verliert 0,33% im Tagesverlauf. 
  • Die steigende Nachfrage nach sicheren Anlagen stützt den japanischen Yen. 
  • Die vorläufige Lesung des HCOB PMI für April aus der Eurozone, Deutschland wird am Mittwoch im Mittelpunkt stehen. 

Das Währungspaar EUR/JPY zieht am Dienstag während der frühen europäischen Sitzung einige Verkäufer auf etwa 161,65 an. Der japanische Yen (JPY) stärkt sich gegenüber dem Euro (EUR) angesichts der Bedenken über die Zölle von US-Präsident Donald Trump und den eskalierenden Handelskrieg zwischen den USA und China. 

Die anhaltenden handelsbezogenen Unsicherheiten, ausgelöst durch Trump und seinen neuen Angriff auf den Vorsitzenden der Federal Reserve (Fed), Jerome Powell, erschütterten die Märkte. Dies wiederum steigert die Zuflüsse in sichere Anlagen, was dem JPY kurzfristig zugutekommt. Der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Kevin Hassett, sagte am Freitag, dass Trump und seine Regierung weiterhin prüfen, ob sie Powell von der Fed entlassen könnten. 

Zusätzlich könnten die steigenden Wetten, dass die Bank of Japan (BoJ) die Zinssätze weiterhin anheben wird, zum Aufwärtstrend des JPY beitragen und als Gegenwind für EUR/JPY wirken. BoJ-Gouverneur Kazuo Ueda sagte letzte Woche, dass die realen Zinssätze in Japan sehr niedrig bleiben und dass die BoJ die Zinssätze anheben wird, wenn sich die Wirtschaft und die Preise im Einklang mit den Prognosen entwickeln. Diese Sichtweise wurde weiter von BoJ-Vorstandsmitglied Junko Nagakawa bekräftigt.

Was den Euro betrifft, könnte die dovishe Haltung der Europäischen Zentralbank (EZB) die Gemeinschaftswährung belasten. Die EZB beschloss, ihren Hauptzinssatz in ihrer Sitzung im April letzte Woche um einen viertel Prozentpunkt auf 2,25% zu senken. Während der Pressekonferenz sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde, dass die US-Zölle auf EU-Waren, die von durchschnittlich 3% auf 13% gestiegen sind, bereits die Aussichten für die europäische Wirtschaft schädigen. 

Die Anleger werden die vorläufige Lesung des HCOB Einkaufsmanager-Index (EMI) aus der Eurozone und Deutschland für April im Laufe des Mittwochs im Auge behalten. Sollten die Berichte ein stärker als erwartetes Ergebnis zeigen, könnte dies helfen, die Verluste des EUR zu begrenzen. 

Japanischer Yen FAQs

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.

Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.

Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.

Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.

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