- EUR/JPY gewinnt an Boden, da der japanische Yen um seine Stärke kämpft.
- Die japanischen Behörden könnten an den Märkten intervenieren, um den Yen zu stützen.
- Robert Holzmann von der EZB würde gerne mehr unterstützende Daten sehen, bevor er im Juni mit Zinssenkungen beginnt.
EUR/JPY setzt seinen Aufwärtstrend das zweite Mal in Folge fort und handelt in den frühen europäischen Morgenstunden um 163,30. Trotz eines leichten Anstiegs des japanischen Yen (JPY) gestern, kämpft er damit, seine Stärke zu halten. Die Anleger sind angesichts der Möglichkeit, dass die japanischen Behörden an den Märkten intervenieren, um einen erheblichen Rückgang des Yen zu verhindern, vorsichtig.
In Verbindung mit einer gedämpften Risikostimmung bietet dies dem sicheren Hafen JPY eine gewisse Unterstützung. Die vorsichtige Haltung der Bank of Japan (BoJ) in Bezug auf eine weitere Verschärfung der Geldpolitik sorgt jedoch weder für eine bullische Stimmung noch für ein deutliches Momentum.
Der japanische Finanzminister Shunichi Suzuki wiederholte seine Vorsicht gegenüber übermäßiger Wechselkursvolatilität und bekräftigte die Bereitschaft der Behörden, geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Seine Äußerungen gaben dem japanischen Yen etwas Rückhalt.
Robert Holzmann von der Europäischen Zentralbank (EZB) sagte in einem Reuters-Interview am Mittwoch: "Ich habe keine Einwände gegen eine Zinssenkung im Juni, aber ich würde gerne mehr unterstützende Daten sehen, bevor ich eine Entscheidung treffe."
Die deutsche Inflation hat sich im März etwas stärker abgeschwächt als erwartet und erreichte den niedrigsten Stand seit fast drei Jahren. Der vorläufige Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland stieg im März um 0,6% gegenüber dem Vormonat und lag damit leicht unter dem prognostizierten Anstieg von 0,7%. Im Jahresvergleich kletterte der HVPI um 2,3% und blieb damit hinter dem Marktkonsens von 2,4% zurück.
Die schwächeren Inflationszahlen deuten darauf hin, dass sich Deutschland dem Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2% annähert, was zu Markterwartungen über eine mögliche Zinssenkung in naher Zukunft führt. Folglich übt dies Verkaufsdruck auf den Euro (EUR) aus und stellt einen Gegenwind für das Währungspaar EUR/JPY dar. Die Anleger warten nun auf die am Mittwoch anstehenden Daten zum harmonisierten Verbraucherpreisindex der Eurozone für März, um weitere Erkenntnisse zu gewinnen.
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