- EUR/JPY steigt, während der japanische Yen schwächer wird, angesichts von Zweifeln an einer weiteren geldpolitischen Straffung in Japan.
- Medienberichte deuten darauf hin, dass der japanische Premierminister Bedenken hinsichtlich zusätzlicher Zinserhöhungen geäußert hat.
- Die neuesten deutschen Daten zeigen eine schwächere Verbraucherstimmung und eine mildere monatliche Inflation.
EUR/JPY handelt am Mittwoch zum Zeitpunkt des Schreibens bei etwa 184,60, was einem Anstieg von 0,58% im Tagesverlauf entspricht, während der japanische Yen (JPY) gegenüber dem Euro (EUR) unter Druck bleibt. Das bullische Momentum im Paar kommt inmitten wachsender Unsicherheit über das Tempo der Normalisierung der Geldpolitik in Japan.
Laut lokalen Medienberichten äußerte die japanische Premierministerin Sanae Takaichi während ihres Treffens in der letzten Woche mit dem Gouverneur der Bank of Japan (BoJ), Kazuo Ueda, Bedenken hinsichtlich weiterer Zinserhöhungen. Obwohl Ueda klarstellte, dass die Diskussion im Großen und Ganzen wirtschaftliche und finanzielle Entwicklungen umfasste und keine spezifischen geldpolitischen Anfragen gestellt wurden, haben die Schlagzeilen die Marktzweifel an der Fähigkeit der BoJ, die Politik in einem stetigen Tempo weiter zu straffen, angeheizt.
Die Nominierung von Vorstandsmitgliedern, die als Befürworter einer akkommodierenden Politik wahrgenommen werden, verstärkt weiter die Ansicht, dass die Normalisierung allmählich bleiben könnte. Diese Wahrnehmung hat dazu geführt, dass Anleger ihre Erwartungen an zusätzliche Zinserhöhungen in Japan zurückgeschraubt haben, was den japanischen Yen schwächt und mechanisch den Anstieg von EUR/JPY unterstützt.
Auf europäischer Seite profitiert der Euro von einem relativ stabilen Umfeld. Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, erklärte kürzlich, dass die Inflation in der Eurozone und die aktuelle Zinspolitik gut aufgestellt seien. Sie betonte, dass Entscheidungen weiterhin von Sitzung zu Sitzung auf der Grundlage der eingehenden Daten getroffen werden, während sie das Risiko als insgesamt ausgewogen beschrieb.
Anleger verdauen nun die neuesten Daten aus Deutschland und der Eurozone, die ein gemischtes makroökonomisches Bild zeichnen. In Deutschland verschlechterte sich die GfK-Verbrauchervertrauensumfrage für März auf -24,7 von revidierten -24,2 im Februar, was die Markterwartungen von -23,5 verfehlte und die anhaltende Fragilität der Haushaltsstimmung verdeutlicht.
Gleichzeitig wurde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands für das vierte Quartal mit 0,3% im Quartalsvergleich und 0,4% im Jahresvergleich bestätigt, was den Erwartungen entspricht und darauf hindeutet, dass die größte Volkswirtschaft Europas sich stabilisiert, aber noch nicht an starkem Momentum gewinnt.
Im Hinblick auf die Inflation wurde der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Januar nach unten auf -0,6% im Monatsvergleich von -0,5% revidiert, während die jährliche Rate bei 1,7% bestätigt wurde. Der Kern-HVPI wurde ebenfalls mit -1,1% im Monatsvergleich und 2,2% im Jahresvergleich bestätigt. Die Abwärtsrevision der monatlichen Hauptzahl verstärkt die Ansicht, dass disinflationäre Druckkräfte weiterhin vorhanden sind, auch wenn die Kerninflation im Jahresvergleich relativ widerstandsfähig bleibt. Diese Kombination verstärkt die Erwartungen an eine abwartende Haltung der EZB in naher Zukunft.
Euro - heute
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Euro war am stärksten gegenüber dem Japanischer Yen.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | -0.05% | -0.11% | 0.55% | -0.05% | -0.32% | -0.02% | 0.08% | |
| EUR | 0.05% | -0.05% | 0.59% | 0.00% | -0.27% | 0.07% | 0.15% | |
| GBP | 0.11% | 0.05% | 0.66% | 0.05% | -0.22% | 0.11% | 0.20% | |
| JPY | -0.55% | -0.59% | -0.66% | -0.57% | -0.84% | -0.55% | -0.43% | |
| CAD | 0.05% | -0.00% | -0.05% | 0.57% | -0.27% | 0.03% | 0.15% | |
| AUD | 0.32% | 0.27% | 0.22% | 0.84% | 0.27% | 0.30% | 0.45% | |
| NZD | 0.02% | -0.07% | -0.11% | 0.55% | -0.03% | -0.30% | 0.11% | |
| CHF | -0.08% | -0.15% | -0.20% | 0.43% | -0.15% | -0.45% | -0.11% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Euro aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als EUR (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.
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Das sollten Sie am Mittwoch, den 25. Februar, im Blick behalten:
Mit der Verbesserung der Marktstimmung begann der USD jedoch, am frühen Mittwoch an Stärke zu verlieren. Eurostat wird später am Tag Revisionen der HICP-Daten für Januar veröffentlichen. Da der US-Wirtschaftskalender keine hochwirksamen Datenveröffentlichungen aufweisen wird, wird der Fokus der Märkte auf den Kommentaren der geldpolitischen Entscheidungsträger der Fed liegen.