- EUR/JPY hält sich nahe 169,00, während die psychologische Marke von 170,00 die Bullen derzeit zurückhält.
- Der Euro profitiert von der Rückkehr der risikofreudigen Stimmung, aber die Momentum-Indikatoren deuten darauf hin, dass das Paar möglicherweise immer noch überkauft ist.
- Der sichere Hafen japanischer Yen hat Schwierigkeiten gegenüber seinen G10-Pendants, da die Niedrigzinsumgebung in Japan seine Gewinne begrenzt.
Der Euro (EUR) verzeichnet am Donnerstag einen moderaten Rückgang gegenüber dem japanischen Yen (JPY), nachdem er in diesem Monat um über 3% gestiegen ist.
EUR/JPY handelt leicht unter der Marke von 169,00, wobei das Tief vom Donnerstag bei 168,56 unmittelbare Unterstützung zum Zeitpunkt der Erstellung bietet.
Da die Bullen weiterhin bestrebt sind, das nächste große Widerstandsniveau bei der psychologischen Marke von 170,00 erneut zu testen, spielen sowohl technische als auch fundamentale Faktoren eine Rolle bei der Bestimmung des nächsten Schrittes des Paares.
Der jüngste Anstieg des Optimismus, der den Euro zu Mehrjahreshochs gegenüber einer breiten Palette von Währungen geführt hat, zeigt Anzeichen einer Verlangsamung. Für EUR/JPY liegt der Relative Strength Index (RSI) auf dem Tages-Chart über 68, was darauf hindeutet, dass das Paar weiterhin überkauftes Terrain bedroht.
Allerdings müsste das rückläufige Momentum positive Anzeichen einer Bildung zeigen, bevor sich der Trend umkehren kann.
Fundamental hat sich die Risikostimmung nach dem am Dienstag bestätigten Waffenstillstand zwischen Israel und Iran entspannt. Dies hat den japanischen Yen gegenüber seinen G10-Pendants ins Hintertreffen gebracht.
Mit nachlassender Risikoaversion und sowohl Japan als auch der Europäischen Union (EU), die vor der Frist am 9. Juli auf ein Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten drängen, bleiben die Zinsdifferenzen zugunsten der Euro-Stärke.
EUR/JPY Tages-Chart

Wenn EUR/JPY über 170,00 steigt und die geopolitischen Spannungen weiterhin nachlassen, könnte das 78,60%-Fibonacci-Retracement-Niveau des Rückgangs von Juli bis August bei 170,93 wieder ins Spiel kommen.
Ein Durchbruch über dieses Niveau und ein widerstandsfähiger Euro könnten dann potenziell die Tür für eine Bewegung in Richtung der langfristigen Widerstandsbarriere bei 175,43 öffnen, die mit dem Hoch von Juli 2024 übereinstimmt.
Im Gegensatz dazu könnte eine Wiederbelebung der Spannungen im Nahen Osten oder ein erhöhtes Potenzial für die Bank of Japan, die Zinsen zu erhöhen, bärischen Druck auf das Paar ausüben. Eine klare Bewegung unter 169,00 könnte dann dazu führen, dass die Preise den 10-Tage-Simple Moving Average (SMA) bei 167,84 erneut testen.
Die nächste Unterstützungsebene liegt beim 61,80%-Fibonacci-Retracement des zuvor genannten Rückgangs bei 167,40, was den Weg für eine Bewegung in Richtung des 20-Tage-SMA bei 166,20 ebnen könnte.
Risikostimmung FAQs
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.
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