- EUR/JPY stärkt sich auf etwa 170,45 in der frühen asiatischen Sitzung am Montag und legt 0,17 % am Tag zu.
- Die positive Tendenz des Währungspaares bleibt über dem 100-Tage-EMA bestehen, jedoch könnte der überkaufte RSI-Zustand den Aufwärtstrend begrenzen.
- Der unmittelbare Widerstand liegt im Bereich von 171,00-171,05; das erste Abwärtsziel, das zu beobachten ist, ist die runde Marke von 170,00.
Das EUR/JPY-Paar gewinnt während der asiatischen Handelsstunden am Montag an Boden und nähert sich 170,45. Der japanische Yen (JPY) schwächt sich gegenüber dem Euro (EUR) ab, da die am Montag veröffentlichten Daten zeigten, dass die Reallöhne in Japan im Mai fünf Monate in Folge gefallen sind, was den schnellsten Rückgang seit fast zwei Jahren darstellt. Diese Zahl zieht den JPY nach unten und schafft Rückenwind für das Währungspaar.
Technisch gesehen behält EUR/JPY die bullische Stimmung im Tageschart bei, da der Preis über dem wichtigen 100-Tage-Exponential Moving Average (EMA) bleibt. Der 14-tägige Relative Strength Index (RSI) liegt jedoch mit einem Wert von etwa 70,60 über der Mittellinie, was auf einen überkauften Zustand hinweist. Dies deutet darauf hin, dass eine weitere Konsolidierung nicht ausgeschlossen werden kann, bevor eine Positionierung für eine kurzfristige Aufwertung von EUR/JPY erfolgt.
Das erste Aufwärtsziel, das für das Währungspaar zu beobachten ist, liegt im Bereich von 171,00-171,05, der psychologischen Marke und dem Hoch vom 3. Juli. Erweiterte Gewinne könnten eine Rallye auf 171,40, die obere Begrenzung des Bollinger Bands, zur Folge haben. Weiter nördlich liegt die nächste Hürde bei 172,83, dem Hoch vom 17. Juli 2024.
Auf der anderen Seite liegt die anfängliche Unterstützung für EUR/JPY bei 170,00, einer runden Zahl. Ein Durchbruch unter dieses Niveau könnte 169,04, das Tief vom 2. Juli, ins Spiel bringen. Der zusätzliche Abwärtsfilter, den es zu beobachten gilt, liegt bei 168,10, dem Tief vom 25. Juni.
EUR/JPY Tageschart

Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.
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