• EUR/JPY steigt aufgrund der insgesamt positiven Marktstimmung nach der Fed-Entscheidung.
  • Die jüngsten Inflationsdaten aus der Eurozone haben die Erwartungen hinsichtlich einer möglichen Zinssenkung durch die EZB im Juni verstärkt.
  • Der japanische Yen verzeichnete in den Morgenstunden einen Anstieg, ausgelöst durch mögliche Interventionen der japanischen Behörden.

EUR/JPY tendiert am Donnerstag höher, da die vorherrschende positive Marktstimmung risikoempfindliche Währungen wie den Euro unterstützt. Die Paarung wird im europäischen Handel um den Wert von 166,10 gehandelt. Diese verbesserte Risikobereitschaft könnte auf die zurückhaltenden Äußerungen des Vorsitzenden der US-Notenbank Jerome Powell am Mittwoch zurückzuführen sein. Powell wies die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinserhöhungen zurück.

Von der Europäischen Zentralbank (EZB) werden ebenfalls zurückhaltende Äußerungen erwartet, da die jüngsten Inflationsdaten zeigen, dass die Teuerung in der Eurozone im April wie erwartet stabil geblieben ist. Darüber hinaus ist die Kerninflationsrate gesunken, was die Wetten auf eine mögliche Zinssenkung der EZB im Juni verstärkt. Dies könnte die Nachfrage nach dem Euro dämpfen und somit die EUR/JPY-Paarung belasten.

Der HCOB-Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe in der Eurozone lag im April bei 45,7 und damit sowohl unter der vorläufigen Schätzung von 45,6 als auch unter dem endgültigen Wert für März (46,1). Der jüngste Wert deutet auf eine leichte Beschleunigung des Rückgangs im verarbeitenden Gewerbe der Eurozone hin. Die Auftragseingänge gingen noch stärker zurück und verzeichneten den bislang stärksten Rückgang in diesem Jahr.

In Japan legte der japanische Yen (JPY) am Morgen zunächst zu, ausgelöst durch Spekulationen über eine weitere mögliche Intervention der Regierung - die zweite in dieser Woche. Später gab er seine Gewinne jedoch wieder ab, nachdem die Bank of Japan (BoJ) das Protokoll ihrer März-Sitzung veröffentlicht hatte.

Laut Reuters sagte ein Mitglied, dass die Reaktion der Wirtschaft auf eine Erhöhung der kurzfristigen Zinssätze auf etwa 0,1 Prozent minimal sein dürfte. Mehrere Mitglieder vertraten die Ansicht, dass die langfristigen Zinssätze in erster Linie von den Marktkräften bestimmt werden sollten. Darüber hinaus schlugen einige Ausschussmitglieder vor, dass die Bank von Japan schließlich eine Verringerung ihrer Anleihekäufe und einen Abbau ihrer Anleihebestände in Erwägung ziehen sollte.

Der Index des Verbrauchervertrauens fiel im April von 39,5 im März auf 38,3 und lag damit unter den Markterwartungen von 39,7. Der Rückgang markiert den niedrigsten Stand seit drei Monaten und spiegelt die schwächere Stimmung der Haushalte wider.

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