• EUR/JPY handelt leicht niedriger, da der japanische Yen von anhaltenden Interventionssorgen profitiert.
  • Die Industrieproduktionsdaten der Eurozone übertreffen die Erwartungen im November.
  • Die Ausblicke für die Geldpolitik bleiben auf beiden Seiten vorsichtig, was die richtungsweisenden Bewegungen einschränkt.

EUR/JPY handelt am Donnerstag zum Zeitpunkt des Schreibens bei etwa 184,40, was einem Rückgang von 0,15 % im Tagesverlauf entspricht. Das Währungspaar spiegelt ein fragiles Gleichgewicht zwischen einem Euro (EUR) wider, der durch stärker als erwartete makroökonomische Daten gestützt wird, und einem japanischen Yen (JPY), der angesichts politischer und monetärer Unsicherheiten in Japan eine gewisse defensive Anziehungskraft behält.

Auf der Seite der Eurozone zeigt die industrielle Aktivität Anzeichen einer Verbesserung. Die Industrieproduktion steigt im November um 0,7 % im Monatsvergleich, was über den Markterwartungen liegt, während das Wachstum im Jahresvergleich 2,5 % erreicht. Diese von Eurostat veröffentlichten Zahlen bestätigen einen widerstandsfähigeren Schwung im verarbeitenden Gewerbe, was dazu beiträgt, den Abwärtsdruck auf die Gemeinschaftswährung zu begrenzen.

Gleichzeitig glauben die Anleger, dass die Europäische Zentralbank (EZB) dem Ende ihres geldpolitischen Lockerungszyklus näherkommt. Die Märkte erwarten keine bevorstehende Zinssenkung, wobei einige Analysten stattdessen auf eine mögliche Reduzierung später im Jahr 2026 hinweisen, angesichts des weiterhin gedämpften Inflationsumfelds.

In Japan findet der JPY relative Unterstützung durch steigende Interventionsrisiken auf dem Devisenmarkt. Die Behörden geben weiterhin verbale Warnungen gegen übermäßige Währungsbewegungen aus, da hohe Niveaus in mehreren Yen-Kreuzkursen die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich ziehen. Japans Finanzminister wiederholte, dass alle Optionen auf dem Tisch bleiben, um gegen das, was als übermäßige Schwankungen angesehen wird, vorzugehen. Diese Rhetorik hilft, den Verkaufsdruck auf den japanischen Yen zu begrenzen, obwohl die Währung weiterhin durch die Erwartungen an eine expansive Fiskal- und Geldpolitik belastet bleibt.

Der politische Hintergrund in Japan fügt ebenfalls eine weitere Unsicherheitsebene hinzu. Spekulationen über eine vorgezogene Wahl und die Aussicht auf expansive Haushaltspläne zur Unterstützung des Wachstums befeuern die Erwartungen an eine lockerere Fiskalpolitik. Dies begrenzt das Potenzial für eine nachhaltige JPY-Erholung, trotz gelegentlicher Nachfrage nach sicheren Häfen.

Insgesamt bleibt EUR/JPY empfindlich gegenüber makroökonomischen Veröffentlichungen und Signalen der Zentralbanken. Solide Daten aus der Eurozone bieten eine grundlegende Unterstützung für den Euro, während Interventionsrisiken und politische Entwicklungen in Japan weiterhin die Dynamik des japanischen Yens prägen und das Währungspaar in einer vorsichtigen Konsolidierungsphase halten.

Euro - heute

Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Euro war am stärksten gegenüber dem Kanadischer Dollar.

USD EUR GBP JPY CAD AUD NZD CHF
USD 0.05% 0.07% -0.11% 0.13% -0.21% -0.05% -0.01%
EUR -0.05% 0.02% -0.15% 0.08% -0.26% -0.10% -0.05%
GBP -0.07% -0.02% -0.17% 0.06% -0.27% -0.12% -0.07%
JPY 0.11% 0.15% 0.17% 0.21% -0.11% 0.00% 0.09%
CAD -0.13% -0.08% -0.06% -0.21% -0.32% -0.19% -0.13%
AUD 0.21% 0.26% 0.27% 0.11% 0.32% 0.16% 0.20%
NZD 0.05% 0.10% 0.12% -0.01% 0.19% -0.16% 0.04%
CHF 0.00% 0.05% 0.07% -0.09% 0.13% -0.20% -0.04%

Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Euro aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als EUR (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.

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