• EUR/JPY gewinnt an positiver Dynamik und beendet eine dreitägige Verlustserie angesichts eines schwächeren JPY.
  • Die Ungewissheit über den Zeitpunkt der nächsten Zinserhöhung der BoJ und ein positives Risiko schwächen den JPY.
  • Hawkish-Wetten auf die EZB und ein schwächerer USD kommen dem EUR zugute und bieten zusätzliche Unterstützung für die Spotpreise.

Das EUR/JPY-Paar zieht während der asiatischen Sitzung am Mittwoch einige Käufer an und scheint vorerst eine dreitägige Verlustserie beendet zu haben, während der japanische Yen (JPY) insgesamt schwächer ist. Die Spotpreise bleiben jedoch nahe einem zweiwöchigen Tief, das am Montag erreicht wurde, und handeln derzeit im Bereich von 183,20, was einem Anstieg von weniger als 0,10% für den Tag entspricht.

Vor dem Hintergrund der fiskalischen Bedenken Japans, des vorherrschenden Risiko-Appetits und der Ungewissheit über den wahrscheinlichen Zeitpunkt der nächsten Zinserhöhung durch die Bank of Japan (BoJ) schwächen den JPY und wirken als Rückenwind für das EUR/JPY-Paar. Die Gemeinschaftswährung erhält hingegen Unterstützung von einem schwächeren US-Dollar (USD) und dem hawkishen Signal der Europäischen Zentralbank (EZB), dass es überhaupt keinen Appetit gibt, die Zinsen weiter zu senken.

Tatsächlich erwarten die Anleger, dass ein stabiler Einlagenzins von 2% das wahrscheinlichste Ergebnis für jede der acht Sitzungen der EZB in diesem Jahr sein könnte, da das Wirtschaftswachstum in der Eurozone im gesamten Jahr 2025 überraschend robust war. Darüber hinaus verlangsamte sich die Inflation in Deutschland – der größten Volkswirtschaft des Blocks – stärker als erwartet, von 2,6% auf 2% im Dezember. Der Markt richtet nun den Fokus auf die Veröffentlichung der vorläufigen Verbraucherinflationszahlen der Eurozone, die später heute fällig sind.

Dennoch unterstützt der fundamentale Hintergrund die Argumentation für einen weiteren Anstieg des EUR/JPY-Paares. Allerdings rechtfertigen die Befürchtungen, dass die Regierungsbehörden eingreifen würden, um eine weitere Schwäche des JPY zu stoppen, eine gewisse Vorsicht für bullische Händler. Hinzu kommt, dass Wetten darauf, dass die BoJ an ihrem Normalisierungspfad festhält, es ratsam machen, auf eine starke Nachfragesteigerung zu warten, bevor bestätigt wird, dass der zwei Wochen alte Korrekturrückgang vom Allzeithoch seinen Lauf genommen hat.

Wirtschaftsindikator

Kern-Verbraucherpreisindex (HVPI) (Jahr)

Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) misst die Preisentwicklung eines repräsentativen Warenkorbs von Gütern und Dienstleistungen in der Eurozone. Er wird monatlich von Eurostat veröffentlicht und ist deshalb „harmonisiert“, weil in allen Mitgliedstaaten die gleiche Erhebungsmethodik angewendet wird und die Ergebnisse entsprechend gewichtet werden. Die sogenannte Kernrate des HVPI schließt stark schwankende Komponenten wie Energie, Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak aus. Der Jahresvergleich (Year-over-Year, YoY) zeigt, wie sich die Preise im aktuellen Berichtsmonat im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres verändert haben. Der Kern-HVPI ist ein wichtiger Indikator für die Inflation und die Entwicklung der Kaufkraft. Ein hoher Wert wird im Allgemeinen als positiv (bullish) für den Euro (EUR) interpretiert, ein niedriger Wert hingegen als negativ (bärisch).

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Nächste Veröffentlichung: Mi Jan. 07, 2026 10:00 (Zuvor)

Häufigkeit: Monatlich

Prognose: 2.4%

Vorher: 2.4%

Quelle: Eurostat

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