- EUR/JPY schwächt sich auf etwa 184,35 während der asiatischen Handelssitzung am Donnerstag.
- BoJ-Mitglied Takata warnte vor Inflationsüberschreitungen und verstärkte die Erwartungen an eine weitere Straffung der BoJ.
- Die Unsicherheit über US-Zölle könnte den Euro belasten.
Das Währungspaar EUR/JPY verliert während der asiatischen Handelsstunden am Donnerstag an Boden und bewegt sich auf etwa 184,35. Der japanische Yen (JPY) stärkt sich gegenüber dem Euro (EUR) aufgrund hawkischer Kommentare von Entscheidungsträgern der Bank of Japan (BoJ). Der Verbraucherpreisindex (VPI) von Tokio und die vorläufigen Werte des deutschen VPI werden am Freitag im Mittelpunkt stehen.
BoJ-Vorstandsmitglied Hajime Takata warnte vor den Risiken von Inflationsüberschreitungen, was die Erwartungen an eine weitere Straffung der BoJ verstärkt und den JPY anhebt. Takata fügte hinzu, dass die Zentralbank weitere Zinserhöhungen schrittweise durchführen müsse. Er sagte, dass es wünschenswert sei, während des Prozesses der Normalisierung der Geldpolitik zu vermeiden, dass die Marktvolatilität signifikant über dem Risikoaufschlag liegt, den die Marktteilnehmer verlangen.
Dennoch erklärte BoJ-Gouverneur Kazuo Ueda, dass Zinserhöhungen fortgesetzt werden, wenn die wirtschaftlichen Prognosen erfüllt werden, die Zentralbank jedoch auf Daten aus den Sitzungen im März und April warten werde, um weitere Entscheidungen zu treffen.
Der Euro könnte aufgrund der nachlassenden Inflation in der Eurozone und der eskalierenden Handelskonflikte infolge neuer US-Zölle unter Verkaufsdruck geraten. Das Europäische Parlament stimmte am Montag zu, die Abstimmung über das Handelsabkommen der EU mit den USA aufgrund der höheren Importabgaben zu verschieben.
Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer erklärte am Mittwoch, dass der US-Zollsatz für einige Länder auf 15 % oder mehr steigen wird, von den neu eingeführten 10 %, ohne spezifische Handelspartner oder weitere Details zu nennen.
Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.
Darüber hinaus nominierte die japanische Regierung zwei Akademiker für den BoJ-Politikrat, die als Befürworter einer weiterhin lockeren Geldpolitik angesehen werden, was Bedenken über das Tempo zukünftiger Zinserhöhungen schürt.
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