- EUR/JPY fällt am Mittwoch auf etwa 182,90, belastet durch die erneute Nachfrage nach dem japanischen Yen.
- Die Inflation in der Eurozone verlangsamt sich im Dezember und bestätigt eine allmähliche Entspannung des Preisdrucks.
- Steigende geopolitische Spannungen in Asien und der weiterhin hawkische Ton der BoJ stützen die japanische Währung.
EUR/JPY notiert am Mittwoch zum Zeitpunkt des Schreibens bei etwa 182,90 und liegt damit um 0,10% im Minus. Das Währungspaar steht unter Druck, da der japanische Yen (JPY) von einem defensiveren Marktumfeld profitiert, angesichts steigender geopolitischer Spannungen in Asien und fortdauernder fester Signale von der Bank of Japan (BoJ).
Auf europäischer Seite zeigen die neuesten von Eurostat veröffentlichten Daten, dass der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) der Eurozone im Dezember um 2% im Jahresvergleich gestiegen ist, was den Markterwartungen entspricht, nach 2,1% im November. Monatlich stieg die Inflation um 0,2%, nach einem Rückgang von 0,3% im Vormonat. Die Kerninflation, die volatile Komponenten wie Nahrungsmittel und Energie ausschließt, verlangsamte sich ebenfalls auf 2,3% im Jahresvergleich von 2,4% und bestätigt damit eine allmähliche Entspannung des Inflationsdrucks in der Währungsunion.
Diese Zahlen kommen jedoch vor dem Hintergrund einer weiterhin fragilen wirtschaftlichen Lage, insbesondere in Deutschland. Dort sanken die Einzelhandelsumsätze im November um 0,6%, nach einem Rückgang von 0,3% im Oktober, was den Markterwartungen entgegensteht. Gleichzeitig verlangsamte sich die Inflation des deutschen harmonisierten Verbraucherpreisindex im Dezember deutlich, was die Ansicht verstärkt, dass die Preisdynamik in der größten Volkswirtschaft der Eurozone gedämpft bleibt. Auch die Aktivitätsindikatoren deuten auf einen Verlust an Dynamik hin, da der Einkaufsmanager-Index (EMI) für den Dienstleistungssektor in der Eurozone für Dezember nach unten revidiert wurde.
In Asien wird der japanische Yen durch eine klare Verschlechterung der Risikobereitschaft gestützt. Am Dienstag eskalierten die Spannungen zwischen China und Japan, nachdem Peking ein Verbot für den Export von Dual-Use-Gütern nach Japan angekündigt hatte, als Reaktion auf Kommentare der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi bezüglich Taiwan. Diese diplomatische Eskalation zwischen den zweit- und drittgrößten Volkswirtschaften der Welt hat geopolitische Bedenken neu entfacht und die Nachfrage nach dem JPY als sichere Währung erhöht.
Zusätzliche Unterstützung kommt von den Äußerungen des BoJ-Gouverneurs Kazuho Ueda, der das Engagement der Institution für eine weitere geldpolitische Straffung bekräftigte. Obwohl die Anleger vorsichtig hinsichtlich des genauen Zeitpunkts der nächsten Zinserhöhung bleiben, bietet diese hawkische Neigung weiterhin strukturelle Unterstützung für den japanischen Yen. Dennoch könnten Bedenken hinsichtlich der fiskalischen Situation Japans die Begeisterung der JPY-Bullen dämpfen und das Ausmaß des EUR/JPY-Abwärtstrends kurzfristig begrenzen.
Euro - heute
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Euro war am stärksten gegenüber dem Australischer Dollar.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | -0.00% | 0.05% | -0.08% | 0.00% | 0.08% | -0.08% | 0.06% | |
| EUR | 0.00% | 0.05% | -0.07% | 0.00% | 0.08% | -0.08% | 0.06% | |
| GBP | -0.05% | -0.05% | -0.13% | -0.04% | 0.03% | -0.13% | 0.02% | |
| JPY | 0.08% | 0.07% | 0.13% | 0.09% | 0.16% | -0.01% | 0.14% | |
| CAD | -0.01% | -0.01% | 0.04% | -0.09% | 0.07% | -0.10% | 0.04% | |
| AUD | -0.08% | -0.08% | -0.03% | -0.16% | -0.07% | -0.16% | -0.02% | |
| NZD | 0.08% | 0.08% | 0.13% | 0.01% | 0.10% | 0.16% | 0.15% | |
| CHF | -0.06% | -0.06% | -0.02% | -0.14% | -0.04% | 0.02% | -0.15% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Euro aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als EUR (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.
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Das sollten Sie am Donnerstag, den 8. Januar, im Blick behalten:
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