• EUR/JPY zieht auf 180,50 zurück, belastet durch die erneute Stärke des JPY angesichts der sich verschärfenden Erwartungen in Japan.
  • Die Bemerkungen von BoJ-Gouverneur Ueda verstärken die Wetten auf eine bevorstehende Zinserhöhung und verringern die Renditeunterschiede.
  • Die Unterstützung für den Euro bleibt begrenzt, trotz der Botschaft der Europäischen Zentralbank von monetärer Stabilität.

EUR/JPY handelt am Montag zur Zeit des Schreibens bei 180,50 und liegt damit um 0,35% im Minus. Die Bewegung spiegelt eine klare Stärkung des japanischen Yen (JPY) wider, nachdem frische Kommentare von Bank of Japan (BoJ) Gouverneur Kazuo Ueda die Erwartungen an eine bevorstehende Zinserhöhung wiederbelebt haben.

Ueda betonte, dass die Bank of Japan bereit bleiben würde, die Zinsen zu erhöhen, wenn sich die Wirtschaft und die Inflation wie erwartet entwickeln, und stellte fest, dass die Wahrscheinlichkeit des Basisszenarios für Wachstum und Preise „allmählich zunimmt“. Diese Bemerkungen trieben die Renditen japanischer Staatsanleihen auf Mehrjahreshochs und stärkten die Erwartungen an eine Zinserhöhung.

Diese Aussicht auf eine monetäre Normalisierung verringert weiter die Renditeunterschiede zwischen Japan und anderen großen Volkswirtschaften, was den japanischen Yen mechanisch stützt und auf EUR/JPY drückt. Ein vorsichtiger Ton an den Aktienmärkten erhöht ebenfalls die Nachfrage nach sicheren Anlagen, was den JPY begünstigt.

Auf europäischer Seite bleibt der Euro (EUR) durch die allgemein akzeptierte Ansicht unterstützt, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Zinssenkungszyklus abgeschlossen hat. EZB-Präsidentin Christine Lagarde erklärte kürzlich, dass die Kreditkosten derzeit auf dem „richtigen Niveau“ seien, während andere Mitglieder des Direktoriums, wie Joachim Nagel, sich mit der aktuellen politischen Haltung wohlfühlten. Diese Unterstützung bleibt jedoch bescheiden im Vergleich zu dem stärkeren Momentum des japanischen Yen.

Die Anleger werden nun auf die Veröffentlichung der Inflation in der Eurozone am Dienstag durch den Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) achten. Die Märkte erwarten, dass der HVPI im November um 2,2% im Jahresvergleich steigt, während der Kern-HVPI um 2,5% steigen soll. Ein heißer als erwarteter Wert könnte dem Euro etwas Erleichterung verschaffen, indem er die Wahrscheinlichkeit einer verlängerten Zinspause in der Eurozone verstärkt.

Kurzfristig bleibt jedoch das Momentum zugunsten des japanischen Yen, unterstützt durch wiederholte Signale der Bank of Japan, die auf eine sich nähernde Straffungsphase hindeuten. EUR/JPY behält daher eine bärische Tendenz bei, solange die Anleger den JPY in diesem Kontext der erwarteten Normalisierung in Japan und einem allgemein vorsichtigen Marktumfeld weiterhin bevorzugen.

Euro - heute

Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Euro war am stärksten gegenüber dem Britisches Pfund.

USD EUR GBP JPY CAD AUD NZD CHF
USD -0.23% 0.11% -0.64% 0.07% -0.02% 0.08% -0.06%
EUR 0.23% 0.34% -0.34% 0.30% 0.22% 0.31% 0.17%
GBP -0.11% -0.34% -0.66% -0.04% -0.12% -0.03% -0.17%
JPY 0.64% 0.34% 0.66% 0.65% 0.56% 0.65% 0.50%
CAD -0.07% -0.30% 0.04% -0.65% -0.09% 0.00% -0.14%
AUD 0.02% -0.22% 0.12% -0.56% 0.09% 0.09% -0.05%
NZD -0.08% -0.31% 0.03% -0.65% -0.01% -0.09% -0.14%
CHF 0.06% -0.17% 0.17% -0.50% 0.14% 0.05% 0.14%

Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Euro aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als EUR (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.

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