- EUR/JPY hält sich um 179,90 und setzt seine Konsolidierung unterhalb der wichtigen 180,00-Marke fort.
- Der Abwärtstrend bleibt begrenzt, da der japanische Yen unter Druck steht, angesichts der klar dovishen Haltung der Bank of Japan.
- Der vorsichtige Ansatz der EZB und Anzeichen einer Verbesserung des Eurozonen-Momentum bieten strukturelle Unterstützung für den Euro.
EUR/JPY handelt am Dienstag zum Zeitpunkt des Schreibens um 179,90, praktisch unverändert im Tagesverlauf, da sich das Währungspaar weiterhin direkt unterhalb des psychologischen Niveaus von 180,00 konsolidiert. Der moderate Rückgang von den jüngsten Höchstständen bleibt begrenzt, wobei die breitere Tendenz dank der anhaltenden Schwäche des japanischen Yen (JPY) weiterhin nach oben geneigt ist.
Der JPY bleibt defensiv nach Kommentaren von Japans Premierministerin Sanae Takaichi, die die Bank of Japan (BoJ) aufforderte, die Zinssätze niedrig zu halten, um das Wirtschaftswachstum zu unterstützen und die Inflation zu stabilisieren. Diese politische Haltung verstärkt die Erwartungen, dass die BoJ eine weitere Straffung möglicherweise hinauszögern könnte, insbesondere nach der BIP-Kontraktion Japans im dritten Quartal und angesichts wachsender politischer Widerstände.
Wie von Nikkei Asia berichtet, erwägt Tokio auch Steuerreformen, einschließlich Reduzierungen, die darauf abzielen, den Konsum zu steigern, was zusätzliche Fragen zur fiskalischen Nachhaltigkeit aufwirft und die Attraktivität des japanischen Yen in unsicheren Zeiten belastet.
Dennoch wird die Schwäche des JPY teilweise durch jüngste Äußerungen japanischer Beamter gemildert. Finanzministerin Satsuki Katayama bekräftigte Bedenken über "einseitige, schnelle" Bewegungen auf dem Devisenmarkt, was Spekulationen über mögliche Interventionen anheizt und übermäßige bärische Positionierungen der japanischen Währung verhindert.
Auf europäischer Seite erhält der Euro (EUR) dank der vorsichtigen Haltung der Europäischen Zentralbank (EZB) strukturelle Unterstützung. Die Entscheidungsträger haben die Notwendigkeit von Geduld betont und argumentiert, dass der aktuelle wirtschaftliche Hintergrund eine längere Pause bei geldpolitischen Anpassungen rechtfertigt. Kommentare von Olli Rehn und Olaf Sleijpen, die zur Wachsamkeit gegenüber Inflation und finanziellen Risiken aufrufen, verstärken diese Sichtweise.
Die Fundamentaldaten der Eurozone bieten ebenfalls einen moderaten Rückenwind. Laut einem aktuellen Bericht von BNP Paribas-Analysten überraschte das Wachstum im dritten Quartal positiv, angeführt von Frankreich und Spanien, während die Vertrauensindikatoren auf eine anhaltende Verbesserung des wirtschaftlichen Momentums hindeuten. "In Europa, und insbesondere in der Eurozone, scheint uns das wahrscheinlichste Szenario eines beschleunigten Wachstums zu sein", bemerkten die Analysten.

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