Der Euro (EUR) genießt eine gewisse "Ruhe" in Bezug auf die französische Politik, was den Anlegern bisher entgegenkommt. Der EUR/USD-Kurs driftet von 1,0800 bis 1,0830 leicht nach oben, so Francesco Pesole, Devisenstratege bei ING.

EUR/USD peilt kurzfristig 1,0900 an

"Wenn man die französischen Nachrichten liest, hat man alles andere als ein Gefühl der Ruhe, aber die globalen Märkte filtern die Geräusche von Natur aus aus, um wichtigen Entwicklungen den Vorrang zu geben, und bisher gab es keine zu den Koalitionsgesprächen. Präsident Emmanuel Macron ist zum NATO-Gipfel gereist, während die französischen Linksparteien an einer Strategie arbeiten, um sich wichtige Sitze in der Regierung zu sichern".

"Interessanterweise gewinnt die Option eines Deals zwischen Macrons Partei und den gemäßigten rechten Republikanern etwas an Schwung. Der ehemalige Premierminister Edouard Philippe (der Macrons Bündnis angehört) versucht, diesen Deal zu vermitteln. Dies würde jedoch nur eine relative Mehrheit garantieren.

"Der Spread der 10-jährigen OAT-Bundesanleihe hat sich bei 65 Basispunkten stabilisiert, und obwohl wir weiterhin das Risiko einer erneuten Ausweitung sehen, da die Märkte angesichts der politischen Pattsituation ungeduldig werden könnten, dürfte sich der Fokus im weiteren Wochenverlauf auf die makroökonomischen Entwicklungen in den USA verlagern. Wie bereits erwähnt, könnte der US-Dollar heute nachgeben und EUR/USD könnte die 1,0900 ins Visier nehmen. Der Terminkalender für die Eurozone ist leer.

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