• Der Euro stabilisiert sich gegenüber dem Pfund Sterling in einem vorsichtigen Marktumfeld und einem dünnen makroökonomischen Kalender.
  • Vertreter der Europäischen Zentralbank (EZB) äußern sich zurückhaltend und verweisen auf Abwärtsrisiken bei der Inflation.
  • Investoren richten nun ihren Fokus auf die Stimmungsindikatoren der Eurozone und bevorstehende Wachstumsdaten.

EUR/GBP handelt am Mittwoch ohne klare Richtung und schwebt zum Zeitpunkt des Schreibens um 0,8690, nahezu unverändert im Tagesverlauf. Die Handelsbedingungen bleiben gedämpft, da ein leichter Wirtschaftskalender sowohl im Vereinigten Königreich (UK) als auch in der Eurozone die Anleger dazu ermutigt, vorsichtig zu bleiben.

Die Performance des Euro (EUR) wird hauptsächlich durch die jüngsten Kommentare von Vertretern der Europäischen Zentralbank (EZB) geprägt. Martin Kocher, Mitglied des EZB-Rats, sagt, dass die Institution „gut aufgestellt“ sei, warnt jedoch, dass eine weitere Aufwertung der Gemeinschaftswährung problematisch werden könnte, wenn sie anfängt, die Inflationsprognosen zu belasten. Er erkennt an, dass die Abwärtsrisiken erheblich sind, und betont die Notwendigkeit, dass die Entscheidungsträger volle Flexibilität bei zukünftigen geldpolitischen Entscheidungen bewahren.

Diese Äußerungen haben dazu beigetragen, das jüngste Aufwärtsmomentum des Euros einzuschränken. Laut Daten, die von Reuters berichtet wurden, haben die Geldmärkte der Eurozone die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung bereits im Juli auf etwa 25% erhöht, gegenüber zuvor rund 15%. Diese Verschiebung der Erwartungen begrenzt das Aufwärtspotenzial des Euros gegenüber dem Pfund Sterling (GBP).

Andere EZB-Vertreter haben diese vorsichtige Haltung bekräftigt. Gediminas Simkus merkt an, dass die aktuelle Geldpolitik angemessen sei und die Zinssätze voraussichtlich kurzfristig unverändert bleiben, während er betont, dass der zukünftige Weg stark von den Daten abhängen wird. Diese Kommunikation verstärkt die Ansicht, dass die EZB einen abwartenden Ansatz beibehalten wird.

Auf der britischen Seite findet das Pfund Sterling einige grundlegende Unterstützung durch die Wahrnehmung, dass die Bank of England (BoE) es sich leisten kann, vorsichtig vorzugehen, bevor sie weitere Zinssenkungen vornimmt. Eine Reuters-Umfrage zeigt, dass eine große Mehrheit der Volkswirte erwartet, dass die Zinssätze bei der nächsten Sitzung unverändert bleiben, was dazu beiträgt, die Bewegungen in EUR/GBP einzudämmen.

In der nahen Zukunft richtet sich die Aufmerksamkeit der Händler auf die Stimmungsumfragen der Eurozone, die später in dieser Woche fällig sind, sowie auf die vorläufigen Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) des vierten Quartals und die Arbeitslosenquote. In Ermangelung größerer Überraschungen wird EUR/GBP voraussichtlich in einer Konsolidierungsphase bleiben, die von sich entwickelnden geldpolitischen Erwartungen auf beiden Seiten des Kanals getrieben wird.

Euro - heute

Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Euro war am stärksten gegenüber dem Schweizer Franken.

USD EUR GBP JPY CAD AUD NZD CHF
USD 0.41% 0.38% 0.21% -0.14% 0.04% 0.15% 0.64%
EUR -0.41% -0.04% -0.24% -0.57% -0.38% -0.27% 0.22%
GBP -0.38% 0.04% -0.17% -0.50% -0.34% -0.23% 0.26%
JPY -0.21% 0.24% 0.17% -0.35% -0.16% -0.06% 0.44%
CAD 0.14% 0.57% 0.50% 0.35% 0.18% 0.29% 0.79%
AUD -0.04% 0.38% 0.34% 0.16% -0.18% 0.11% 0.60%
NZD -0.15% 0.27% 0.23% 0.06% -0.29% -0.11% 0.49%
CHF -0.64% -0.22% -0.26% -0.44% -0.79% -0.60% -0.49%

Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Euro aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als EUR (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.

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