- EUR/GBP schwächt sich in der frühen europäischen Sitzung am Mittwoch auf etwa 0,8655.
- Die deutschen Einzelhandelsumsätze fielen im November um 0,6% im Monatsvergleich, schwächer als erwartet.
- Die BoE wird voraussichtlich 2026 einen schrittweisen geldpolitischen Lockerungsweg einschlagen.
Das Währungspaar EUR/GBP verliert am frühen Mittwochmorgen in der europäischen Sitzung an Boden und nähert sich der Marke von 0,8655. Der Euro (EUR) schwächt sich gegenüber dem britischen Pfund (GBP) nach den deutschen Wirtschaftsdaten. Später am Mittwoch wird die vorläufige Schätzung des harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) der Eurozone im Fokus stehen.
Die am Mittwoch von Destatis veröffentlichten Daten zeigten, dass die deutschen Einzelhandelsumsätze im November um 0,6% im Monatsvergleich sanken, verglichen mit einem Rückgang von 0,3% im Oktober. Diese Zahl fiel schwächer aus als der Marktkonsens von einem Anstieg um 0,2%. Im Jahresvergleich stiegen die Einzelhandelsumsätze im November um 1,1% gegenüber einem Anstieg von 0,9% zuvor. Der EUR gibt in unmittelbarer Reaktion auf die deutschen Einzelhandelsumsätze leicht nach.
Händler werden die vorläufige Lesung des HVPI-Berichts der Eurozone später am Tag im Auge behalten. Jegliche Anzeichen für eine unerwartet hohe Inflation in der Eurozone könnten helfen, die Verluste des EUR kurzfristig zu begrenzen. Die Märkte erwarten allgemein, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen in naher Zukunft stabil halten wird, wobei einige Ökonomen potenzielle Zinssenkungen später vorhersagen, falls sich die wirtschaftlichen Bedingungen verschlechtern.
Der geldpolitische Ausschuss (MPC) der Bank of England (BoE) hat signalisiert, dass die Geldpolitik auf einem schrittweisen Abwärtspfad bleiben wird, aber zukünftige Entscheidungen von der Entwicklung der Inflation, des Lohnwachstums und der Dienstleistungsinflation abhängen werden. Die Geldmärkte erwarten, dass die britische Zentralbank in der ersten Jahreshälfte mindestens eine Zinssenkung vornehmen wird und preisen eine nahezu 50%ige Wahrscheinlichkeit für eine zweite Senkung vor Jahresende ein, so Reuters. Ein vorsichtiger Ton bezüglich der geldpolitischen Aussichten der BoE könnte dem GBP gegenüber dem EUR etwas Unterstützung bieten.
Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.
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