- EUR/GBP verringert frühere Verluste, da Dip-Käufer im Bereich von 0,8650 auftauchen.
- Ein ruhiger makroökonomischer Kalender auf beiden Seiten des Kanals hält den Handel gedämpft.
- Die breitere technische Struktur bleibt bärisch, da das Paar in der Nähe von Mehrmonatstiefs handelt.
Der Euro (EUR) erholt sich am Dienstag moderat gegenüber dem Britischen Pfund (GBP) und verringert frühere Verluste, nachdem er im Bereich von 0,8650 Dip-Käufer angezogen hat. Zum Zeitpunkt des Schreibens wird EUR/GBP bei etwa 0,8664 gehandelt und hält sich nahe den Mehrmonatstiefs bei einem dünnen Wirtschaftskalender auf beiden Seiten des Kanals.

Aus technischer Sicht bleibt EUR/GBP innerhalb eines gut definierten abwärts gerichteten Kanals, der die Preisbewegung seit November 2025 leitet und die breitere Tendenz nach unten hält.
Der 21-Tage Simple Moving Average (SMA) ist unter den 50-Tage SMA gefallen, und beide tendieren nach unten, was den anhaltenden Verkaufsdruck unterstreicht.
Auf der Oberseite begrenzt die psychologische Marke von 0,8700 unmittelbare Erholungsversuche. Ein nachhaltiger Durchbruch über diese Zone würde den Fokus auf die obere Begrenzung des absteigenden Kanals verschieben, die eng mit dem 21-Tage SMA übereinstimmt. Eine klare Bewegung über diese Konvergenz würde beginnen, die bärische Struktur zu schwächen und einen tieferen Korrekturrückgang zu ermöglichen.
Auf der Unterseite würde ein entscheidender Durchbruch unter die Region von 0,8650 das bärische Momentum verstärken und das Risiko einer Fortsetzung in Richtung der 0,8600-Marke erhöhen, die zuletzt im August 2025 gesehen wurde.
Momentum-Indikatoren zeigen frühe Anzeichen der Stabilisierung. Der Moving Average Convergence Divergence (MACD) bleibt unterhalb der Signallinie und der Nullmarke, aber das abflachende Histogramm deutet auf nachlassendes Abwärtsmomentum hin.
In der Zwischenzeit schwebt der Relative Strength Index (RSI) bei etwa 34, nachdem er sich aus dem überverkauften Bereich erholt hat, was Spielraum für eine kurzfristige Konsolidierung suggeriert.
Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.
Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.
Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.
Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.
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