• EUR/GBP zieht am frühen Mittwoch in der europäischen Sitzung um 0,8725 zurück, -0,10% im Tagesverlauf
  • Der vorsichtige Ton der Bank of England nach ihrer Zinssenkung stärkt die britische Währung
  • Begrenzte Erwartungen an Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank im Jahr 2026 könnten helfen, die Abwärtsbewegung einzuschränken

EUR/GBP notiert am Mittwoch zum Zeitpunkt des Schreibens im negativen Bereich um 0,8725 und setzt eine Reihe von Rückgängen fort, die zu Beginn der Woche begonnen haben. Das Paar steht unter Druck, da das Pfund Sterling (GBP) von der relativ hawkischen Kommunikation der Bank of England (BoE) profitiert. Gleichzeitig begrenzt der Euro (EUR) die Abwärtsbewegung aufgrund der Wahrnehmung, dass der Lockerungszyklus der Europäischen Zentralbank (EZB) seinem Ende entgegengeht.

Das Pfund Sterling wertet auf, nachdem die BoE eine weithin erwartete Zinssenkung um 25 Basispunkte auf ihren Leitzins vorgenommen hat, der nun bei 3,75% liegt. Dies markiert die erste Senkung seit dem letzten Sommer, aber die allgemeine Botschaft der Entscheidungsträger wird als vorsichtig angesehen. BoE-Gouverneur Andrew Bailey stellte fest, dass die Zinsen auf einem allmählichen Abwärtspfad sind, warnte jedoch, dass jede zusätzliche Senkung eine heiklere Entscheidung werden würde, da die Inflation weiterhin anhält. Diese Orientierung verstärkt die Ansicht, dass die BoE keinen aggressiven Lockerungszyklus einleitet.

Die Markterwartungen stimmen weitgehend mit dieser Einschätzung überein. Laut Reuters glauben die Investoren, dass die Bank of England in der ersten Hälfte des nächsten Jahres mindestens eine weitere Zinssenkung vornehmen wird, mit nahezu 50% Wahrscheinlichkeit für einen zweiten Schritt vor Jahresende. Diese Aussicht auf einen langsamen und maßvollen Lockerungsweg unterstützt das Pfund Sterling und wirkt als Gegenwind für EUR/GBP in der nahen Zukunft.

Auf der Seite der Eurozone verfolgt die Europäische Zentralbank eine abwartende Haltung. Die EZB hat ihre drei wichtigsten Zinssätze bei ihrer letzten Sitzung unverändert gelassen, was die vierte aufeinanderfolgende Sitzung ist, in der sie stabil gehalten wurden. EZB-Präsidentin Christine Lagarde sagte, die Institution sei in einer "guten Position" und betonte, dass alle Optionen auf dem Tisch bleiben. Die Geldmärkte rechnen derzeit mit weniger als 10% Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung der EZB bereits im Februar 2026, was darauf hindeutet, dass der Lockerungszyklus kurz vor dem Abschluss stehen könnte.

Diese relative Divergenz zwischen einer vorsichtigen, aber bereits lockeren Bank of England und einer EZB, die auf der Stelle tritt, hilft, die Preisbewegungen im Währungspaar einzudämmen. Mit sinkenden Handelsvolumina vor der Jahresendferienzeit wird EUR/GBP voraussichtlich ruhiger gehandelt, wobei der Abwärtsdruck begrenzt bleibt, solange die Erwartungen an die Geldpolitik weitgehend unverändert bleiben.

Euro - heute

Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Euro war am stärksten gegenüber dem US-Dollar.

USD EUR GBP JPY CAD AUD NZD CHF
USD -0.02% -0.10% -0.25% -0.16% -0.16% -0.07% -0.18%
EUR 0.02% -0.08% -0.22% -0.14% -0.14% -0.04% -0.16%
GBP 0.10% 0.08% -0.15% -0.06% -0.07% 0.04% -0.08%
JPY 0.25% 0.22% 0.15% 0.12% 0.10% 0.19% 0.08%
CAD 0.16% 0.14% 0.06% -0.12% -0.02% 0.06% -0.03%
AUD 0.16% 0.14% 0.07% -0.10% 0.02% 0.10% -0.08%
NZD 0.07% 0.04% -0.04% -0.19% -0.06% -0.10% -0.12%
CHF 0.18% 0.16% 0.08% -0.08% 0.03% 0.08% 0.12%

Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Euro aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als EUR (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.

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