• EUR/GBP bleibt stabil, während die Anleger auf einen makroökonomischen Katalysator aus der Eurozone warten.
  • Das Pfund Sterling wird weiterhin von den Erwartungen an einen sehr schrittweisen geldpolitischen Lockerungszyklus der Bank of England im Jahr 2026 unterstützt.
  • Die Anleger richten ihren Fokus auf die deutschen Inflationsdaten, die die Erwartungen an die europäische Geldpolitik beeinflussen könnten.

EUR/GBP notiert am Dienstag zum Zeitpunkt des Schreibens bei etwa 0,8660, praktisch unverändert im Tagesverlauf, da die Marktteilnehmer im Vorfeld der Veröffentlichung der vorläufigen Inflationszahlen aus Deutschland eine vorsichtige Haltung einnehmen.

Das Pfund Sterling (GBP) erhält weiterhin Unterstützung von den Botschaften der Bank of England (BoE), die bei ihrem letzten Treffen bekräftigte, dass die geldpolitische Lockerung voraussichtlich schrittweise erfolgen wird. Nachdem der Leitzins im Dezember um 25 Basispunkte auf 3,75 % gesenkt wurde, betonte die Zentralbank, dass zukünftige geldpolitische Entscheidungen eng mit den Inflationsdynamiken verbunden bleiben, die weiterhin über dem Ziel von 2 % liegen.

Laut den von Reuters zitierten Markterwartungen preisen die Anleger mindestens eine Zinssenkung in der ersten Jahreshälfte ein, mit einer nahezu 50%igen Wahrscheinlichkeit für eine zweite Senkung vor Jahresende, ein Szenario, das dennoch das Abwärtspotenzial für das GBP begrenzt.

Auf der Euro (EUR)-Seite bleibt der Gesamton fragiler. Anhaltende geopolitische Spannungen zwischen Russland und der Ukraine belasten weiterhin die Stimmung, zu einem Zeitpunkt, an dem die Eurozone strukturell energiebezogenen Risiken ausgesetzt bleibt. Darüber hinaus deuten die jüngsten makroökonomischen Daten aus der Region auf eine moderate Verlangsamung der Aktivität hin. Der HCOB Einkaufsmanager-Index (EMI) für Dienstleistungen der Eurozone wurde im Dezember nach unten auf 52,4 revidiert, während der Composite-EMI bei 51,5 lag, was einen Verlust an Dynamik zum Jahresende hin bestätigt.

Die Marktaufmerksamkeit richtet sich nun auf die Veröffentlichung der Verbraucherpreisindex (VPI)-Daten Deutschlands. Es wird erwartet, dass die Inflation im nationalen Maßstab um 0,2 % im Monatsvergleich steigt, während der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) im gleichen Zeitraum um 0,4 % zulegen soll. Ein stärker als erwarteter Wert könnte dem Euro kurzfristig Unterstützung bieten, indem er Spekulationen anheizt, dass die Europäische Zentralbank (EZB) eine weniger akkommodierende Haltung beibehalten könnte, obwohl der breitere Hintergrund eines gedämpften Wachstums weiterhin zur Vorsicht mahnt.

Vor diesem Hintergrund bleibt EUR/GBP in einer Konsolidierungsphase gefangen, während die Anleger auf klarere makroökonomische Signale warten, bevor sie entschlossenere Positionen im Kreuz eingehen.

Euro - heute

Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Euro war am stärksten gegenüber dem Schweizer Franken.

USD EUR GBP JPY CAD AUD NZD CHF
USD 0.15% 0.13% 0.06% 0.05% -0.03% -0.02% 0.21%
EUR -0.15% -0.01% -0.11% -0.10% -0.17% -0.17% 0.06%
GBP -0.13% 0.01% -0.08% -0.08% -0.16% -0.15% 0.07%
JPY -0.06% 0.11% 0.08% -0.01% -0.08% -0.09% 0.15%
CAD -0.05% 0.10% 0.08% 0.00% -0.08% -0.08% 0.15%
AUD 0.03% 0.17% 0.16% 0.08% 0.08% 0.00% 0.23%
NZD 0.02% 0.17% 0.15% 0.09% 0.08% -0.01% 0.22%
CHF -0.21% -0.06% -0.07% -0.15% -0.15% -0.23% -0.22%

Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Euro aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als EUR (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.

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