• EUR/GBP handelt mit fester Tendenz nahe 0,8640, während die Märkte auf die am Mittwoch fälligen CPI-Daten aus der Eurozone und dem Vereinigten Königreich vorbereitet sind.
  • Die Risikostimmung verbessert sich, nachdem der Gipfel zwischen Trump und Zelenskyy am Montag Hoffnungen auf Fortschritte im Ukraine-Friedensprozess geweckt hat.
  • Die Rede von EZB-Präsidentin Lagarde am Mittwoch könnte frische Hinweise zur Inflation und zur Geldpolitik liefern.

Der Euro (EUR) handelt am Dienstag mit stabiler Tendenz gegenüber dem britischen Pfund (GBP), wobei das EUR/GBP-Cross unter der psychologischen Marke von 0,8650 zu Beginn der amerikanischen Sitzung schwebt. Die Anleger handeln vorsichtig vor den am Mittwoch fälligen Verbraucherpreisindex (CPI)-Berichten aus der Eurozone und dem Vereinigten Königreich (UK), die die Erwartungen an die Zentralbanken bis September prägen könnten.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts wird EUR/GBP bei etwa 0,8640 gehandelt und baut auf bescheidenen Gewinnen des Rückschlags vom Montag auf, nachdem es knapp über dem Unterstützungsbereich von 0,8600 Käufe gefunden hat.

Der Euro erhält frische Unterstützung durch die verbesserte Risikostimmung nach dem hochrangigen Gipfel im Weißen Haus am Montag zwischen US-Präsident Donald Trump, dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und führenden europäischen Politikern. Obwohl die Märkte Anzeichen diplomatischer Koordination begrüßten, hielt die Abwesenheit eines konkreten Waffenstillstandsabkommens die Anleger vorsichtig. Dennoch hob der Optimismus über einen potenziellen Durchbruch in den Friedensbemühungen der Ukraine die europäischen Aktien, wobei der pan-europäische STOXX 600-Index auf ein Sechs-Monats-Hoch kletterte.

Präsident Trump deutete Pläne für einen potenziellen trilateralen Gipfel mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und Präsident Selenskyj an, was die nächste Phase des diplomatischen Engagements signalisiert. Dieser sich entwickelnde geopolitische Hintergrund bietet Rückenwind für die Gemeinschaftswährung, auch wenn die Aufmerksamkeit auf wichtige Inflationsdaten gerichtet ist, die Mitte der Woche fällig sind.

Im Vereinigten Königreich wird erwartet, dass der Verbraucherpreisindex (CPI) im Juli um 0,1% MoM zurückgeht, nach einem Anstieg von 0,3% im Juni. Auf Jahresbasis wird prognostiziert, dass der CPI auf 3,7% YoY steigt, leicht über den 3,6% im Juni. Der Kern-CPI, der volatile Komponenten wie Nahrungsmittel und Energie ausschließt, wird unverändert bei 3,7% YoY gesehen, was darauf hindeutet, dass die Inflationsdruck unter der Oberfläche hartnäckig bleibt.

Auf der anderen Seite des Kanals wird erwartet, dass die Inflation in der Eurozone stabil bleibt. Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) wird voraussichtlich bei 2,0% YoY veröffentlicht, unverändert gegenüber Juni. Der monatliche HVPI-Wert wird ebenfalls voraussichtlich bei 0,0% stagnieren, was darauf hindeutet, dass das Prewachstum im Juli pausiert hat. In der Zwischenzeit wird erwartet, dass der Kern-HVPI YoY stabil bei 2,3% bleibt, im Einklang mit dem Vormonat, während der Kern-HVPI MoM zuvor um 0,2% zurückging, was Anzeichen für eine Entspannung des zugrunde liegenden Preisdrucks zeigt.

Zusätzlich zu den Inflationszahlen wird das Vereinigte Königreich auch seinen Einzelhandelspreisindex (RPI) für Juli veröffentlichen, der zusätzliche Einblicke in den Kostendruck für Verbraucher in der breiteren Wirtschaft bieten könnte. In der Zwischenzeit werden die Händler auch die Äußerungen von EZB-Präsidentin Christine Lagarde genau im Auge behalten, die für später am Mittwoch angesetzt ist.

Wirtschaftsindikator

EZB-Präsidentin Lagarde spricht

Christine Lagarde, die seit November 2019 Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) ist, wurde 1956 in Frankreich geboren und hat bereits eine beeindruckende Laufbahn hinter sich. Bevor sie an die Spitze der EZB trat, war sie Geschäftsführerin des Internationalen Währungsfonds und Finanzministerin in Frankreich. In ihrer jetzigen Position hält Lagarde regelmäßig Pressekonferenzen ab, bei denen sie erklärt, wie die EZB die aktuelle und zukünftige wirtschaftliche Lage in Europa einschätzt. Diese Aussagen können den Euro kurzfristig beeinflussen: Ein hawkisher, eher straffer geldpolitischer Ausblick stärkt meist den Euro (bullisch), während eine eher dovishe, lockerere Haltung Druck auf die Währung ausüben kann (bearish).

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Nächste Veröffentlichung: Mi Aug. 20, 2025 07:10

Häufigkeit: Unregelmäßig

Prognose: -

Vorher: -

Quelle: European Central Bank

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