- EUR/CHF bleibt stabil, während die Märkte die vorläufigen Inflationsdaten der Eurozone verarbeiten.
- Die abkühlende jährliche Inflation unterstützt die abwartende Haltung der EZB zu den Zinssätzen.
- Der Fokus richtet sich am Donnerstag auf die Schweizer CPI-Daten für neue Hinweise zur SNB-Aussicht.
Der Euro (EUR) hält sich am Mittwoch gegenüber dem Schweizer Franken (CHF) stabil, während die Händler die neuesten vorläufigen Inflationszahlen der Eurozone verarbeiten. Zum Zeitpunkt der Erstellung wird EUR/CHF bei etwa 0,9302 gehandelt, was im Tagesverlauf kaum verändert ist.
Die heute früher von Eurostat veröffentlichten Daten zeigten, dass die Inflation in der Eurozone Ende 2025 weitgehend stabil blieb. Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) stieg im Dezember um 2,0% im Jahresvergleich und entsprach damit den Markterwartungen, nachdem er im November bei 2,1% lag. Auf monatlicher Basis stieg die Gesamtinflation um 0,2%, was den Rückgang von 0,3% im November umkehrte.
Die Kerninflation, die volatile Lebensmittel- und Energiepreise ausschließt, schwächte sich leicht ab. Der Kern-HVPI stieg im Jahresvergleich um 2,3% und lag damit knapp unter der Konsensschätzung von 2,4% und fiel von zuvor 2,4%. Auf monatlicher Basis stieg die Kerninflation um 0,3%, was den Rückgang von 0,5% im November umkehrte.
Insgesamt deuten die Daten auf eine vorsichtige Abkühlung des jährlichen Inflationsdrucks hin, obwohl die Erholung der monatlichen Werte darauf hindeutet, dass der Desinflationstrend ungleichmäßig bleibt. Da die Gesamtinflation bei dem Ziel von 2% der EZB liegt, unterstützen die Zahlen die derzeitige Haltung der Zentralbank, die Zinssätze unverändert zu lassen, insbesondere nachdem die endgültigen Composite Purchasing Managers Index (PMI)-Zahlen vom Dienstag etwas schwächer als erwartet ausfielen.
Dies folgt auf die Inflationsdaten aus Deutschland, der größten Volkswirtschaft des Blocks, die am Dienstag veröffentlicht wurden und auf eine stärkere Abkühlung des Preisdrucks hindeuteten. Der nationale Verbraucherpreisindex (VPI) Deutschlands stieg im Dezember um 1,8% im Jahresvergleich und fiel damit deutlich von 2,3% im November, während der monatliche Wert bei 0% stagnierte. In der Zwischenzeit fielen auch die endgültigen Composite-PMI-Zahlen etwas schwächer als erwartet aus.
Laut einem Bericht von BHH Market View preisen die Swaps-Kurven stabile Zinssätze über die nächsten zwölf Monate ein, gefolgt von einer Erhöhung um 25 Basispunkte (Bp) auf 2,25% über die nächsten zwei Jahre.
In die Zukunft blickend, richtet sich die Aufmerksamkeit nun auf die Schweizer Inflationsdaten, die am Donnerstag fällig sind. Ökonomen erwarten, dass der Verbraucherpreisindex (CPI) im Dezember um 0,1% im Monatsvergleich fällt, nach einem Rückgang von 0,2% zuvor, während die jährliche Inflation leicht auf 0,1% von 0,0% ansteigen soll.
Ein schwächer als erwartetes Ergebnis könnte die Sorgen über anhaltend niedrige Inflation verstärken und Gespräche über eine mögliche Rückkehr zu negativen Zinsen anheizen. Dennoch haben die Entscheidungsträger der Schweizerischen Nationalbank (SNB) wiederholt betont, dass die Hürde für eine Rückkehr zu negativen Zinssätzen hoch bleibt.
Wirtschaftsindikator
Verbraucherpreisindex (Jahr)
Der Verbraucherpreisindex (VPI) der Schweiz wird monatlich vom Bundesamt für Statistik veröffentlicht und misst die Preisveränderungen von Waren und Dienstleistungen, die repräsentativ für den Konsum privater Haushalte im Land sind. Der Jahresvergleich (Year-over-Year, YoY) zeigt, wie sich die Preise im aktuellen Berichtsmonat im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres entwickelt haben. Der VPI gilt als wichtigster Indikator zur Messung der Inflation sowie der Veränderung der Kaufkraft. Ein hoher Wert wird in der Regel als positiv (bullish) für den Schweizer Franken (CHF) interpretiert, ein niedriger Wert hingegen als negativ (bärisch).
Mehr lesenNächste Veröffentlichung: Do Jan. 08, 2026 07:30
Häufigkeit: Monatlich
Prognose: 0.1%
Vorher: 0%
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