- EUR/CAD stabilisiert sich, da der Euro Unterstützung durch den vorsichtigen Ton der EZB erhält.
- EZB-Vertreter Nagel sagte, dass die Lebensmittelinflation hartnäckig bleibt, der Euro, der bei 1,16 USD gehandelt wird, jedoch keinen Anlass zur Sorge gibt.
- Der rohstoffgebundene CAD hat Schwierigkeiten, da die Ölpreise sinken.
EUR/CAD bewegt sich wenig, nachdem im vorherigen Handel moderate Gewinne verzeichnet wurden, und notiert während der asiatischen Handelsstunden am Dienstag bei etwa 1,6260. Das Währungspaar könnte an Boden gewinnen, da der Euro (EUR) Unterstützung auf den Erwartungen erhält, dass die Europäische Zentralbank (EZB) mit den Zinssenkungen abgeschlossen hat. Die Märkte erwarten, dass die EZB ihren Einlagenzins in diesem Jahr beibehält und bis Ende nächsten Jahres keine Änderungen sieht. Händler warten nun auf die Veröffentlichung des endgültigen deutschen BIP für das dritte Quartal, um neue Impulse zu erhalten.
EZB-Gouverneur und Präsident der Deutschen Bundesbank, Joachim Nagel, sprach am Montag beim Frankfurter Impulse-Event in Frankfurt und erklärte, dass die Lebensmittelinflation hartnäckig bleibt, der aktuelle Kurs des Euros bei 1,16 USD jedoch keinen Anlass zur Sorge gibt. Er wies darauf hin, dass die Zentralbank auch den starken Anstieg der Dienstleistungspreise beobachtet und dass die Prognosen für Dezember klarere Einblicke geben werden, ob die derzeitige geldpolitische Haltung angemessen bleibt.
Darüber hinaus könnte das EUR/CAD-Paar auch an Boden gewinnen, da der rohstoffgebundene Kanadische Dollar (CAD) durch die niedrigeren Ölpreise unter Druck gerät. Der Preis für West Texas Intermediate (WTI) Öl liegt zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts bei etwa 58,70 USD. Die Rohölpreise verlieren an Boden, da die Vereinigten Staaten (US) einen Friedensplan zwischen der Ukraine und Russland vorantreiben, um den dreijährigen Krieg zu beenden. Der wöchentliche Rohölbestandsbericht des American Petroleum Institute (API) wird später am Dienstag beobachtet.
Statistics Canada berichtete am Freitag, dass die Einzelhandelsumsätze im September um 0,7% gefallen sind, was den Markterwartungen entspricht und den Anstieg um 1% im August umkehrt. Händler warten auf die kanadischen BIP-Wachstumszahlen, die in dieser Woche veröffentlicht werden.
US-Leitzinsen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Zinssätze sind der Preis für das Leihen von Geld und werden sowohl von Finanzinstituten an Kreditnehmer als auch an Sparer ausgezahlt. Zentralbanken beeinflussen sie durch ihre Leitzinsentscheidungen, um die Wirtschaft zu stabilisieren und die Inflation im Zielbereich von etwa 2 % zu halten.
Höhere Zinssätze stärken in der Regel die Währung eines Landes, da sie es für globale Investoren attraktiver machen, ihr Geld dort anzulegen.
Hohe Zinsen setzen den Goldpreis unter Druck, da Anleger höhere Renditen bei zinstragenden Anlagen erzielen können. Ein starker US-Dollar, der oft mit steigenden Zinsen einhergeht, senkt zusätzlich den Goldpreis, da Gold in Dollar notiert wird und ein stärkerer Dollar die Kaufkraft anderer Währungen verringert.
Der Fed-Funds-Zins ist der Übernachtzins, zu dem sich US-Banken gegenseitig Geld leihen. Dieser Leitzins wird in den geldpolitischen Sitzungen der Federal Reserve festgelegt und beeinflusst maßgeblich das Verhalten der Finanzmärkte. Die Markterwartungen in Bezug auf künftige Zinssätze werden durch das CME FedWatch Tool erfasst, das eine Orientierungshilfe für Investoren bietet.
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