Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, sagte am Sonntag, dass die Europäische Union (EU) ihre Aussetzung der Handelsgegenmaßnahmen gegen neue US-Zölle bis zum 1. August verlängern wird, während sie weiterhin versucht, den Handelsstreit mit den USA durch Dialog zu lösen.
Wichtige Zitate
Mit dem Ziel, die Verhandlungen offen zu halten, nachdem Trump mit 30% Zöllen auf EU-Waren gedroht hat.
Die EU bevorzugt eine diplomatische Lösung, bereitet jedoch auch zusätzliche Vergeltungszölle vor.
Der Block hat eine aktive Liste, die auf 21 Milliarden Euro an US-Exporte abzielt, und ein zweites Set ist bereit für weitere 72 Milliarden Euro, falls erforderlich.
Das mächtige Anti-Zwangsinstrument der EU wird noch nicht aktiviert, da von der Leyen sagte, die Situation habe dieses Niveau noch nicht erreicht.
Marktreaktion
Zum Zeitpunkt des Schreibens wird EUR/USD um 0,26% niedriger bei 1,1674 gehandelt.
Zölle - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Obwohl sowohl Zölle als auch Steuern staatliche Einnahmen generieren, die zur Finanzierung öffentlicher Güter und Dienstleistungen verwendet werden, gibt es einige wesentliche Unterschiede. Zölle werden im Voraus bei der Einfuhr am Hafen entrichtet, während Steuern beim Kaufzeitpunkt bezahlt werden. Steuern werden Einzelpersonen und Unternehmen auferlegt, während Zölle von Importeuren gezahlt werden.
Unter Wirtschaftswissenschaftlern gibt es zwei unterschiedliche Sichtweisen auf die Nutzung von Zöllen. Einige argumentieren, dass Zölle notwendig sind, um heimische Industrien zu schützen und Handelsungleichgewichte auszugleichen. Andere sehen Zölle als schädliches Instrument an, da sie langfristig die Preise in die Höhe treiben könnten und durch sogenannte „Auge-um-Auge-Zölle“ einen schädlichen Handelskrieg auslösen könnten.
Im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen im November 2024 hat Donald Trump deutlich gemacht, dass er Zölle einsetzen will, um die US-Wirtschaft und amerikanische Produzenten zu unterstützen. Im Jahr 2024 machten Mexiko, China und Kanada 42 % der gesamten US-Importe aus. Laut dem US Census Bureau war Mexiko in diesem Zeitraum mit Exporten im Wert von 466,6 Milliarden US-Dollar der wichtigste Handelspartner. Daher plant Trump, sich bei der Verhängung von Zöllen auf diese drei Länder zu konzentrieren. Außerdem möchte er die durch Zölle generierten Einnahmen nutzen, um die Einkommensteuer für Privatpersonen zu senken.
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