Die Preise für Eisenerz sind unter 93 USD/t gefallen, da die Nachfrage in China weiter zurückgeht. Die Nachfrage aus China dürfte angesichts der anhaltenden Abkühlung des chinesischen Immobilienmarktes schwach bleiben. Eisenerz gehört zu den Rohstoffen, die am stärksten von den Konjunkturrisiken in China betroffen sind, da der Immobilienmarkt des Landes den Großteil der Stahlnachfrage ausmacht, wie die Rohstoffexperten Ewa Manthey und Warren Patterson von ING feststellen.
Behörden in China drängen Stahlwerke zur Drosselung der Produktion
„Daten aus China haben diese Woche gezeigt, dass die Preise für neue Häuser den stärksten Rückgang seit sieben Monaten verzeichnet haben. Der chinesische Immobilienmarkt verzeichnete im April in 70 Städten einen Rückgang der Preise für neue Häuser um 0,2 %. Auch die Zahl der Neubauten in China – der größte Treiber der Stahlnachfrage – ist weiter zurückgegangen.“
„Dies dürfte die Stahlnachfrage in den kommenden Monaten dämpfen. Die jüngsten Konjunkturmaßnahmen des Landes konzentrieren sich eher auf den Abbau von Immobilienbeständen als auf die Verstärkung des Neubaus, was die Auswirkungen auf die Stahlnachfrage begrenzen wird, da hierfür eher Neubauten als der Abbau unverkaufter Bestände erforderlich sind.“
„Diese Woche zeigten Daten aus China, dass die landesweite Stahlproduktion im Mai unter dem Tagesgesamtwert vom April und fast 7 % unter dem Vorjahreswert lag, da die Behörden in China die Stahlwerke zur Drosselung der Stahlproduktion drängen, um eine Überproduktion zu bekämpfen.“
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