Die Einzelhandelsumsätze in China stiegen im August im Jahresvergleich (YoY) um 0,4%, nach einem erwarteten Anstieg von 0,8% und einem Wachstum von 0,6% im Juli, wie die am Dienstag veröffentlichten neuesten Daten des National Bureau of Statistics (NBS) zeigten.
Die chinesische Industrieproduktion legte im selben Zeitraum im Jahresvergleich um 5,2% zu, verglichen mit der Prognose von 4,8% und den zuvor verzeichneten 4,5%.
Unterdessen lag die Anlageinvestition in Sachanlagen im August bei -7,2% seit Jahresbeginn (YTD) im Jahresvergleich (YoY) und damit im Einklang mit dem erwarteten Rückgang von 7,2%. Der Wert für Juli war ein Rückgang von 6,7%.
Marktreaktion
Die gemischten chinesischen Daten haben kaum bis gar keinen Einfluss auf den von China abhängigen Australischen Dollar (AUD). Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels wird das Paar AUD/USD im Tagesverlauf 0,10% niedriger bei 0,7132 gehandelt.
Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.
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Bitcoin hält sich am Dienstag stabil um die 78.000 USD und setzt damit seine rund 2%ige Erholung vom Vortag fort. Die Volatilität auf dem breiteren Kryptowährungsmarkt bleibt vor der für Dienstag angesetzten Schlussabstimmung zum CLARITY Act erhöht. Zcash und Stellar behalten ihr bullishes Momentum bei und entwickeln sich in den letzten 24 Stunden zu den Top-Performern.
Das sollten Sie am Dienstag, den 15. September, im Blick behalten:
Der US Dollar Index hielt sich zu Wochenbeginn fest, blieb über der Marke von 99,00 und notierte nahe 99,40, weiterhin unterhalb der Schwelle von 100,00. Unterstützung kommt von der Federal Reserve, da die Märkte dazu übergegangen sind, bei der Sitzung in dieser Woche eine nahezu sichere Zinsschritt einzupreisen, was den Greenback vor einem datenreichen Dienstag auf breiter Front stützt.