• AUD/USD zieht an zwei aufeinanderfolgenden Tagen einige Verkäufer an angesichts eines insgesamt festeren USD.
  • Chinas gemischte Makrodaten beeindrucken die Aussie-Bullen kaum oder beeinflussen die Kassakurse.
  • Trader warten gespannt auf die entscheidende FOMC-Entscheidung am Mittwoch für einen frischen Impuls.

Das Paar AUD/USD tut sich schwer, aus der moderaten Erholung des Vortages aus dem Bereich um 0,7100, oder einem Mehrwochentief von über drei Wochen, Kapital zu schlagen, und handelt am Dienstag den zweiten Tag in Folge mit negativer Tendenz. Die Kassakurse reagieren kaum auf Chinas gemischte Makrodaten und bleiben während der asiatischen Sitzung in der Nähe des Bereichs um 0,7130 gedrückt.

Chinas Nationales Statistikamt (NBS) meldete, dass die Einzelhandelsumsätze im August im Jahresvergleich um 0,4% stiegen, verglichen mit einem erwarteten Anstieg von 0,8% und einem Wachstum von 0,6% im Vormonat. Hinzu kommt, dass die Anlageinvestitionen in Sachanlagen im August seit Jahresbeginn (YTD) bei -7,2% lagen, nach -6,7% im Juli. Unterdessen stieg die Industrieproduktion in China im Berichtsmonat im Jahresvergleich um 5,2%, nach 4,5% im Juli und übertraf damit die Konsensschätzungen von 4,8%

Die Daten liefern dem von China abhängigen Australischen Dollar (AUD) jedoch keinen nennenswerten Impuls, wobei ein insgesamt festerer US-Dollar (USD) sich als alleiniger Treiber der Dynamik des Paares AUD/USD erweist. Der USD-Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Währungskorb abbildet, behauptet sich in der Nähe eines am Montag erreichten Zweiwochenhochs und wirkt im Vorfeld der entscheidenden zweitägigen FOMC-Sitzung weiterhin als Gegenwind für das Währungspaar.

Die wachsende Erwartung, dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) am Mittwoch die Zinsen anheben wird, stützt zusammen mit den Risiken einer Öl-Inflation weiterhin die hohen Renditen von US-Anleihen. Darüber hinaus begünstigen anhaltende geopolitische Unsicherheiten infolge der Krise im Nahen Osten den sicheren Hafen Greenback zusätzlich. Allerdings könnten Erwartungen, dass die Reserve Bank of Australia (RBA) die Zinsen noch in diesem Monat anheben wird, dazu beitragen, die Verluste des Paares AUD/USD zu begrenzen.

AUD/USD daily chart

Chart Analysis AUD/USD

Technical Analysis

Das Paar AUD/USD notiert knapp unter dem 23,6%-Fibonacci-Retracement bei 0,7147, das als unmittelbares Hindernis auf der Oberseite wirkt. Die Kassakurse behalten jedoch oberhalb des 50-Tage-Simple-Moving-Average (SMA) bei 0,7074 eine konstruktive kurzfristige Tendenz bei. Das 50,0%-Retracement bei 0,7049 könnte als nächste relevante Unterstützung dienen, falls der Verkaufsdruck anhält.

Auf der Oberseite würde ein Ausbruch über das 23,6%-Retracement bei 0,7147 den Weg in Richtung des jüngsten Swing-Hochs um 0,7234 öffnen, wo mit stärkerem Widerstand zu rechnen ist.

(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)

Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.

Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.

China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.

Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.

Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.

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