• Die Dow Jones-Futures steigen, nachdem die Wall Street ihren schlimmsten Rückgang seit Oktober verzeichnete, unter dem Eindruck des "Sell America"-Sentiments.
  • Trump bekräftigte seine Ambitionen für Grönland, während Europa mit Zöllen droht, wobei die EU Zölle auf US-Waren signalisiert.
  • Die Netflix-Aktien fielen im vorbörslichen Handel aufgrund von Unsicherheiten bei den Ergebnissen; Johnson & Johnson und Charles Schwab berichten am Mittwoch.

Die Dow Jones-Futures gewinnen am Mittwoch während der europäischen Sitzung um 0,25 % und nähern sich 48.800, während die S&P 500- und Nasdaq 100-Futures um 0,38 % bzw. 0,41 % auf etwa 6.860 und 25.200 steigen. Die US-Aktienfutures steigen, nachdem die Wall Street in der vorherigen Sitzung aufgrund des "Sell America"-Sentiments gefallen ist, was auf eskalierende Handelskonflikte zwischen den Vereinigten Staaten (US) und der Europäischen Union (EU) zurückzuführen sein könnte.

US-Präsident Donald Trump erklärte, dass es "kein Zurück" bei seinen Ambitionen für Grönland gebe, und drohte zuvor mit neuen Zöllen von 10 % auf acht EU-Länder, was Bedenken über ein langsameres Wirtschaftswachstum schürt. Trump wird am Mittwoch beim Weltwirtschaftsforum in Davos verschiedene Interessengruppen treffen, um über Grönland zu diskutieren.

Das Europäische Parlament plant, die Genehmigung des im Juli vereinbarten US-Handelsabkommens auszusetzen, wobei die Entscheidung am Mittwoch in Straßburg, Frankreich, bekannt gegeben werden soll, was eine Eskalation der Spannungen zwischen den USA und Europa signalisiert. Die Europäische Union signalisierte potenzielle Zölle auf Waren im Wert von 93 Milliarden USD aus den USA, während Frankreich Berichten zufolge die Nutzung des Anti-Coercion-Instruments des Blocks forderte.

In der regulären US-Sitzung am Dienstag fiel der Dow Jones um 1,76 %, der S&P 500 um 2,06 % und der Nasdaq 100 um 2,39 %, was ihre schlechteste Tagesleistung seit Oktober markiert. Im vorbörslichen Handel fielen die Netflix-Aktien, nachdem die Ergebnisse des Unternehmens wachsende Unsicherheiten für den Streaming-Riesen aufzeigten. In der Zwischenzeit gehören Johnson & Johnson und Charles Schwab zu mehreren Unternehmen, die am Mittwoch Ergebnisse berichten werden, neben einer Reihe von mittelgroßen Finanzinstituten.

Dow Jones - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.

Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.

Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.

Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.

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