Presseberichten zufolge strebt der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die Aufnahme seines Landes in die Gruppe der BRICS-Staaten an. Diese Gruppe von derzeit neun Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika, Ägypten, Äthiopien, Iran, Vereinigte Arabische Emirate) hat zwar kein formelles Aufnahmeverfahren, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass die Türkei mit offenen Armen empfangen würde", sagt Ulrich Leuchtmann, Leiter Devisen- und Rohstoffresearch bei der Commerzbank.
Das Leistungsbilanzdefizit der Türkei muss dauerhaft finanziert werden
„Mit China, Russland und den VAE gehören drei der Volkswirtschaften mit besonders hohen Leistungsbilanzüberschüssen zu den BRICS-Mitgliedern. Und da die notorisch defizitäre Leistungsbilanz der Türkei einer ständigen Finanzierung bedarf, mag es aus Sicht Erdogans günstig erscheinen, den notwendigen Kapitalzufluss nicht davon abhängig zu machen, ob gewinnorientierte Kreditgeber sein Land als wirtschaftlich attraktives Ziel für Kapitalströme betrachten.“
„Ich glaube, dass die Türkei eine Volkswirtschaft mit außerordentlichem Potenzial ist. Unter normalen Umständen sollte sie ein Umfeld schaffen, in dem Kapitalgeber Schlange stehen, um dort zu investieren. Wenn die Regierung sich berechtigte Sorgen um die Stabilität der Kapitalzuflüsse macht, dann ist das ausschließlich auf Probleme zurückzuführen, die sie selbst verursacht hat, insbesondere auf die jahrelange unangemessene Geldpolitik, die die Inflation in schwindelerregende Höhen getrieben und die Zentralbank gezwungen hat, mit extrem hohen Zinssätzen zu reagieren“.
„In einer idealen Welt würde eine Regierung von zögerlichen Kreditgebern gezwungen, zu einer glaubwürdigen und nachhaltigen Inflationsbekämpfung überzugehen. Jeder Versuch Erdogans, Kapitalzuflüsse zu sichern, ist auch ein Versuch, diesen Schritt zu vermeiden. Das mag die Finanzierung der Leistungsbilanzdefizite für lange Zeit ermöglichen, aber einer wirklich nachhaltigen Lösung kommt die türkische Politik damit nicht näher“.
Es wird alles unternommen, um genaue und vollständige Informationen bereitzustellen. Doch mit den Tausenden zur Verfügung gestellten Dokumenten, die oft innerhalb kurzer Zeit hochgeladen werden, können wir nicht garantieren, dass keine Fehler auftreten. Jede Wiederveröffentlichung oder Weiterverbreitung von FXStreet Inhalten ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung von FXStreet verboten. Der Handel mit Devisen auf Margin (Verrechnungskonto) trägt ein hohes Risiko und ist möglicherweise nicht für alle Investoren geeignet. Der hohe Hebel kann gegen Sie, sowie für Sie arbeiten. Vor der Entscheidung am Devisenmarkt zu handeln, sollten Sie sorgfältig Ihre Anlageziele, Erfahrung und Risikobereitschaft prüfen. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie einen Verlust einiger oder aller Ihrer Investitionen erleiden und deshalb sollten Sie kein Geld investieren, dass Sie sich nicht leisten können zu verlieren. Sie sollten sich aller Risiken bewusst sein, die mit dem Devisenhandel verbunden sind und konsultieren Sie einen unabhängigen Finanzberater, wenn Sie irgendwelche Zweifel haben. Alle Meinungen, Nachrichten, Forschungen, Analysen, Kurse oder andere Informationen, welche diese Informationen enthalten, die von FXStreet, seinen Angestellten, Mitarbeitern oder Partnern bereit gestellt werden, sind als allgemeine Marktkommentare zu verstehen und bieten keine Anlageberatung. FXStreet übernimmt keine Haftung für irgendwelche Verluste oder Schäden, einschließlich, ohne Beschränkung auf entgangene Gewinne, die direkt oder indirekt mit der Verwendung oder im Vertrauen auf diese Informationen entstehen.
NEUESTE NACHRICHTEN
Autor wählen
Alarm bei Ripple: Diese Zahl macht XRP-Anlegern jetzt Angst
Ripple (XRP) steht massiv unter Druck. Während sich der Kryptomarkt insgesamt in einen klaren Risk-off-Modus verabschiedet, trifft es den Remittance-Token besonders hart. Am Freitag notiert XRP bei rund 1,37 US-Dollar – ein Tagesverlust von fast 5 %.
Milliardär setzt alles auf Silberpreis-Crash – mit gigantischem Gewinn
Ein Mann. Eine Wette. Fast 300 Millionen Dollar Gewinn – gegen Silber. Während viele Anleger bei Edelmetallen reflexartig auf steigende Preise setzen, geht ein chinesischer Milliardär den exakt entgegengesetzten Weg. Und liegt damit bislang spektakulär richtig.
Gold wackelt: Diese Bitcoin-Kennzahl sendet ein Warnsignal
Gold glänzt – aber Bitcoin könnte der heimliche Gewinner sein. Genau das sagt jetzt ausgerechnet JPMorgan. Und das nach Monaten, in denen Bitcoin deutlich schlechter lief als das Edelmetall. Für viele Anleger klingt das erst einmal widersprüchlich. Doch genau hier beginnt die Geschichte.
Krypto-Markt verliert 2,65 Milliarden USD, während Bitcoin auf 60.000 USD sinkt, begleitet von bärischer Stimmung
Die Bewertung des Kryptowährungsmarktes ist um 2,8 Billionen Dollar gesunken, da der Branchenführer Bitcoin (BTC) am Freitag zunächst auf 60.000 USD fiel, bevor er auf 65.000 USD schwankte.
Drei Szenarien für den japanischen Yen vor der vorgezogenen Wahl
Die neuesten Umfragen deuten auf einen dominierenden Sieg des regierenden Blocks bei der bevorstehenden vorgezogenen Wahl in Japan hin. Je größer das Mandat von Sanae Takaichi ist, desto mehr befürchten die Investoren eine schnellere Umsetzung von Steuerkürzungen und Ausgabenplänen.