• USD/JPY startet die neue Woche schwächer, da die Ängste vor einem Handelskrieg den sicheren Hafen JPY stärken.
  • Wetten auf eine Zinssenkung der Fed belasten den USD und tragen weiter zu dem intraday Rückgang des Paares bei.
  • Japans fiskalische Bedenken und verzögerte Wetten auf eine Zinserhöhung der BoJ begrenzen den JPY und halten die Verluste bei den Kassakursen in Grenzen.

Das USD/JPY-Paar hält sich am Montag während der asiatischen Sitzung an den starken intraday Verlusten fest, obwohl es gelingt, sich ein paar Pips von der runden Marke von 154,00 zu verteidigen und sich zu erholen. Die Kassakurse handeln derzeit um die Marke von 154,35, was einem Tagesverlust von über 0,45% entspricht, und scheinen anfällig für einen weiteren Rückgang.

Die globale Risikostimmung erhält einen Dämpfer als Reaktion auf die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, eine neue globale Abgabe von 15% nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs am Freitag gegen seine umfassenden Zölle einzuführen. Die Ankündigung schürt Bedenken über Vergeltungsmaßnahmen und potenzielle wirtschaftliche Folgen durch Störungen der globalen Lieferketten, was die Risikobereitschaft der Anleger dämpft und die Nachfrage nach dem traditionellen sicheren Hafen, dem japanischen Yen (JPY), erhöht. Darüber hinaus erweist sich ein insgesamt schwächerer US-Dollar (USD) als weiterer Faktor, der Druck auf das USD/JPY-Paar ausübt.

Der am Freitag veröffentlichte US-Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) zeigte, dass die zugrunde liegende Inflation im Dezember stärker als erwartet gestiegen ist, was die Wetten bekräftigt, dass die US-Notenbank (Fed) die Zinsen im März unverändert lassen würde. Händler preisen jedoch weiterhin die Möglichkeit von zwei Zinssenkungen um 25 Basispunkte (bps) durch die Fed in diesem Jahr ein, nachdem die schwachen US-BIP-Daten angezeigt haben, dass das Wirtschaftswachstum im vierten Quartal auf eine annualisierte Rate von 1,4% stark zurückgegangen ist. Dies zieht den USD weiter von einem fast einmonatigen Hoch zurück, das am Freitag erreicht wurde.

Japans schwaches BIP-Wachstum im vierten Quartal setzt Premierministerin Sanae Takaichi unter zusätzlichen Druck, mehr Stimulus zur Ankurbelung der Wirtschaft anzukündigen. Darüber hinaus zeigten am Freitag veröffentlichte Daten, dass Japans wichtiger Inflationsindikator auf den langsamsten Anstieg seit zwei Jahren zurückgegangen ist, was die Erwartungen an eine sofortige geldpolitische Straffung durch die Bank of Japan (BoJ) dämpft. Dies hält wiederum die JPY-Aufwertung in Schach, während die Handelsvolumina aufgrund eines Feiertags in Japan relativ dünn sind, und wirkt als Rückenwind für das USD/JPY-Paar, was Vorsicht gebietet, bevor aggressive direktionale Wetten platziert werden.

Risikostimmung - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.

In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.

Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.

Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.

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