• Der Dow Jones erholte sich am Mittwoch und erreichte kurzzeitig 46.800.
  • Aktien haben Schwierigkeiten, sich von einer kurzen Phase der Risikoaversion aufgrund der laufenden US-Regierungsstilllegung zu erholen.
  • Die KI-Rallye kämpft weiterhin, aber wichtige Hardware-Anbieter im LLM-Segment trotzen weiterhin der Schwerkraft.

Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) neigte sich am Mittwoch kurzzeitig wieder in den bullischen Bereich, erholte sich von kürzlich verlorenen Punkten und testete die 46.800-Marke, während die wichtigsten Indizes versuchen, ihre top-heavy Haltung wiederherzustellen. Die Anleger ignorieren weiterhin die laufende US-Regierungsstilllegung; jedoch hielten mehrere gescheiterte Versuche, die Bundesbehörden im Senat am Mittwoch wieder in Gang zu bringen, die Besorgnis der Anleger an der Oberfläche.

Der Dow fiel am Mittwoch in die Eröffnungsgebote nahe 46.600 während der amerikanischen Marktsitzung, da die Anlegerstimmung wieder in ein lauwarmes Terrain abdriftet.

Die neuesten Protokolle der Federal Reserve (Fed) bestätigten, dass mehrere Fed-Beamte tatsächlich auf dem Dot Plot nach unten verschoben haben, wobei die Entscheidungsträger allgemein "Abwärtsrisiken" auf der Arbeitsseite des dualen Mandats der Fed anerkennen. Trotz einer steileren Kurve bei den Zinssenkungserwartungen der Fed-Wähler wurde die Prognose des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der Fed bis 2028 nach oben korrigiert.

Laut dem CME FedWatch Tool haben sich die Zinserwartungen nach der Veröffentlichung der Protokolle der Zinssitzung der Fed im September leicht nach unten verschoben. Die Zinsmärkte preisen weiterhin über 92% Wahrscheinlichkeit für eine nachfolgende Zinssenkung am 29. Oktober ein, jedoch sind die weit verbreiteten Markterwartungen für eine dritte aufeinanderfolgende Zinssenkung am 10. Dezember bedroht. Die Fed Funds Futures sehen weiterhin über 75% Wahrscheinlichkeit, dass die Fed im Dezember eine dritte aufeinanderfolgende Senkung vornimmt, aber die Wahrscheinlichkeit ist sogar höher, dass eine dritte Senkung auf Januar 2026 verschoben werden könnte.

Nachdem die Protokolle der Fed veröffentlicht wurden und die US-Regierungsstilllegung weiterhin voranschreitet, werden die Anleger auf das Update des University of Michigan (UoM) Consumer Sentiment Index warten, das am Freitag fällig ist. Der UoM-Umfrageindex wird voraussichtlich auf 54,2 von 55,1 sinken, und die Händler werden die 1-Jahres- und 5-Jahres-Verbraucherinflationserwartungen des UoM genau beobachten, um Anzeichen dafür zu erkennen, dass Inflationssorgen verfestigt werden könnten.

Dow Jones Tages-Chart



Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.

Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.

In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.

Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.

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