• Der Dow Jones fand am Dienstag Platz auf der Oberseite und testete erneut die 48.000.
  • Aktien kämpfen weiterhin mit einer anhaltenden Abschwächung im AI-Bullenmarkt, aber der Dow steigt weiter.
  • Erwartungen auf ein Ende der laufenden Regierungsstilllegung stärken das Vertrauen der Anleger.

Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) fand am Dienstag etwas Spielraum, um höher zu steigen, trotz einer allgemeinen Malaise, die in anderen großen Aktienindizes Einzug hielt, während die AI-Technologie-Rallye weiterhin ins Stocken gerät. Der Dow hat sich wieder in Richtung der 48.000er-Region bewegt, da die Anleger auf eine Lösung setzen, um die US-Regierung vorübergehend zu finanzieren und den Fluss kritischer Arbeits- und Inflationsdaten wieder aufzunehmen.

Die Hoffnung der Anleger auf eine Lösung der Regierungsstilllegung bleibt hoch

Die US-Regierung hat sich darauf konzentriert, die notwendigen Stimmen zu finden, um ein vorübergehendes Finanzierungsgesetz zu verabschieden, das die Wiederaufnahme der Bundesdienste, zumindest bis Ende Januar, ermöglichen wird, bevor der Zyklus politischer Blockaden und der Geiselnahme von Regierungsdiensten erneut beginnen kann.

Eine kurzfristige Wiedereröffnung der Bundesregierung nach dem, was zur längsten Regierungsstilllegung in der US-Geschichte geworden ist, wird eine Flut offizieller Arbeits- und Inflationszahlen mit sich bringen, die notwendige Datenpunkte für die Federal Reserve (Fed) sind, um weiterhin die von den Märkten so sehr gewünschten Zinssenkungen zu liefern.

Die Betriebskosten von AI dürften viel höher sein, als alle denken

Der renommierte Bären-Spekulant Michael Burry bemerkte Anfang dieser Woche auf X-nee-Twitter, dass die meisten Wachstumserwartungen rund um die laufende AI-Technologie-Rallye möglicherweise auf fehlerhafter Buchführung basieren. Laut dem legendären Investor untertreiben AI "Hyperscaler", oder Unternehmen, die Rechenleistung bereitstellen und den Datenzugang für AI-Projekte vermieten, absichtlich die Abschreibungskosten für die ständige Aufrüstung der Dateninfrastruktur, um der ständig wachsenden Nachfrage nach Datenverarbeitung gerecht zu werden. Laut Burry wird der Großteil des Investitionskapitals, das in den AI-Bereich fließt, weiterhin schneller verbrannt werden, als erwartet, da die Nachfrage nach AI die Dateninfrastruktur aufbraucht, und Technologieanbieter übertreiben ihre zukünftigen Einkommensprognosen, indem sie ihre Ersatzkosten für Geräte drastisch unterbewerten.

Dow Jones Tages-Chart



KI-Aktien - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Künstliche Intelligenz (KI) ist ein interdisziplinäres Forschungsfeld, das darauf abzielt, menschliche Denkprozesse in Maschinen nachzuahmen. Dazu gehören Bereiche wie maschinelles Lernen, Sprachverarbeitung und Bilderkennung.

Künstliche Intelligenz (KI) findet zunehmend in verschiedensten Bereichen Anwendung. Zu den bekanntesten gehören generative KI-Plattformen wie ChatGPT oder Google Bard, die auf großen Sprachmodellen (LLMs) basieren, um Textanfragen zu beantworten. Midjourney erstellt auf Basis von Nutzereingaben originelle Bilder. Andere KI-Anwendungen, wie Upstart, nutzen fortschrittliche Algorithmen, um die Kreditwürdigkeit von Bewerbern zu bewerten, während Plattformen wie YouTube und Spotify personalisierte Inhalte auf Basis von Nutzerdaten vorschlagen.

Nvidia (NVDA) ist ein führendes Unternehmen im Bereich der Halbleitertechnologie und produziert sowohl auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte Computerchips als auch Plattformen, die von KI-Ingenieuren zur Entwicklung neuer Anwendungen genutzt werden. Viele Experten betrachten Nvidia als zentralen Akteur der KI-Revolution, da es die grundlegenden Werkzeuge für die Weiterentwicklung künstlicher Intelligenz liefert. Palantir Technologies (PLTR), ein Unternehmen für Datenanalyse, ist vor allem für seine Zusammenarbeit mit der US-Geheimdienstgemeinschaft bekannt. Deren „Gotham“-Plattform analysiert umfangreiche Datenmengen und unterstützt so die Ermittlung von Informationen und die Erkennung von Mustern. Das „Foundry“-Produkt von Palantir wird von großen Unternehmen genutzt, um Mitarbeiter- und Kundendaten zu analysieren, prädiktive Auswertungen zu erstellen und Anomalien zu erkennen. Microsoft (MSFT) hat eine bedeutende Beteiligung an OpenAI, dem Entwickler von ChatGPT, der bisher nicht an der Börse notiert ist. OpenAIs Technologie wurde bereits in die Bing-Suchmaschine von Microsoft integriert.

Nach der Veröffentlichung von ChatGPT für die breite Öffentlichkeit Ende 2022 stiegen viele Aktien von Unternehmen, die im Bereich Künstliche Intelligenz tätig sind, stark an. So legte Nvidia beispielsweise in den sechs Monaten nach dem Release um über 200 Prozent zu. An der Wall Street wurden daraufhin Stimmen laut, die sich fragten, ob der Markt vor einer neuen Technologieblase steht. Der renommierte Investor Stanley Druckenmiller, der erhebliche Anteile an Palantir und Nvidia hält, äußerte sich dazu, dass echte Blasen in der Regel nicht nur sechs Monate andauern. Sollte sich die KI-Euphorie tatsächlich zu einer Blase entwickeln, könnten extreme Bewertungen mindestens zweieinhalb Jahre Bestand haben – ähnlich wie bei der Dotcom-Blase in den späten 1990er Jahren. Zur Mitte des Jahres 2023 schien der Markt jedoch noch nicht in einer Blase zu stecken. Zwar wurde Nvidia zu diesem Zeitpunkt mit dem 27-fachen des zukünftigen Umsatzes gehandelt, doch Analysten rechneten mit einem deutlichen Umsatzwachstum in den kommenden Jahren. Zum Vergleich: Während der Dotcom-Blase war der NASDAQ 100 mit dem 60-fachen der Gewinne bewertet, während er Mitte 2023 lediglich beim 25-fachen lag.

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