- Der Dow Jones wühlt am Dienstag in den Charts, während die Anleger weiterhin auf Klarheit warten.
- Zweites Vers, gleich wie das erste: Trump sagt, die neue Zollfrist wird nicht abgesagt oder verlängert.
- Zusätzliche zweistellige Zollniveaus wurden von Trump angekündigt, was die Marktstimmung belastet.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) hatte am Dienstag Schwierigkeiten, sein Gleichgewicht zu halten, und bewegte sich um 44.350, während die Trump-Administration darauf abzielt, den Druck auf die Handelsgespräche aufrechtzuerhalten. Präsident Trump kündigte zusätzliche Zölle von 25 % auf alle Importe aus Südkorea und Japan an, die am 1. August in Kraft treten sollen, zusammen mit den zweimal verschobenen reziproken Zöllen, die Anfang April angekündigt wurden.
Echos der Vergangenheit: keine Zollverzögerungen, und diesmal meinen wir es ernst
Donald Trump hat 14 Länder aufgelistet, die ab dem 1. August zusätzlichen Zöllen ausgesetzt sein werden, wenn bis zu diesem Datum keine Handelsabkommen gesichert werden. In Anklängen an frühere Warnungen, die Trump selbst ausgesprochen hat, ist die Frist für die reziproken Zölle am 1. August in Stein gemeißelt und wird nicht verschoben oder ausgesetzt. Die exakt gleiche warnende Aussage machte Trump erst letzte Woche bezüglich der Frist für die reziproken Zölle am 9. Juli, die inzwischen verschoben oder ausgesetzt wurde. In einer weiteren Wiederholung vergangener Zollankündigungen bleibt Trumps Botschaft zur neuen Frist am 1. August fluid: Trump kündigte an, dass Länder durch Handelsgespräche eine Ausnahme oder Aussetzung verdienen könnten, erklärte jedoch am Dienstag, dass die Frist am 1. August fest und unvermeidlich sei.
Zusätzlich unter Druck gesetzt, kündigte Präsident Trump am Dienstag auch an, dass er einen Zoll von 50 % auf alle Kupferimporte in die USA einführen werde, und dass er dies "heute" umsetzen würde. Belastet von ständigen, mal wiederkehrenden Zollbedrohungen setzen die Märkte darauf, dass die überwältigende Mehrheit von Trumps Zöllen nicht in Kraft treten wird.
Wirtschaftsdaten bleiben während der Woche begrenzt, was den Anlegern etwas Luft zum Atmen gibt, nachdem die turbulente Arbeitsmarktdatenveröffentlichung der letzten Woche erfolgt ist. Die Protokolle der letzten Zinssitzung der Federal Reserve (Fed) werden am Mittwoch veröffentlicht, was den Marktteilnehmern einen genaueren Blick darauf ermöglicht, wie nah oder fern die Fed von ihrer nächsten Zinssenkung sein könnte. Während die Handelsgespräche weiterhin an Intensität gewinnen und gleichzeitig weiter aufgeschoben werden, erscheinen die Chancen auf eine Zinssenkung um einen Viertelpunkt weniger sicher. Laut dem FedWatch-Tool der CME steigen die Chancen auf einen Aufschub bis Oktober in den Zinsmärkten.
Dow Jones Preisprognose
Eine neue Phase technischer Schwäche hat den Dow Jones Industrial Average wieder unter 44.400 gedrückt, nachdem er im letzten Drittel des Juni eine starke bullische Performance gezeigt hatte. Der wichtige Aktienindex erreichte ein Hoch nahe 44.800, konnte jedoch die Allzeithochs über der 45.000-Marke nicht durchbrechen.
Trotz eines kurzfristigen Wechsels in die bärische Richtung bleibt der Dow fest im Bullenland verankert und handelt weit über dem 200-Tage exponentiell gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 42.460. Ein weiterer Rückgang in den unteren Bereich könnte bevorstehen, da technische Oszillatoren weiterhin im überkauften Bereich feststecken, aber kurzfristige Rückgänge werden wahrscheinlich in neue Kaufgelegenheiten umschlagen.
Dow Jones Tageschart
Dow Jones - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.
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