Die DAX Futures stehen an einer entscheidenden Stelle. Der Future (FDXc2) notiert am Mittwochmorgen bei 25.647,5 Punkten und damit nur knapp über einer wichtigen Unterstützung. Das kurzfristige Chartbild ist angeschlagen, doch noch ist der größere Aufwärtstrend nicht gebrochen. Genau deshalb dürfte sich jetzt an wenigen Marken entscheiden, ob die Verkäufer weiter das Kommando übernehmen oder eine kräftige Gegenbewegung startet.
Besonders spannend ist die Zone um 25.577 Punkte. Fällt sie, könnte sich der Abwärtsdruck deutlich beschleunigen. Hält sie dagegen, wäre eine schnelle Erholung durchaus möglich. Für Anleger ist das aktuell die wichtigste Marke im gesamten Chart.

DAX Futures bleiben technisch angeschlagen
Ein Blick auf die Tageskerze vom 15. September zeigt, warum die Lage derzeit kritisch ist.
Die DAX Futures handeln unter dem 20-Tage-Durchschnitt bei 26.037 Punkten und auch unter dem 50-Tage-Durchschnitt bei 25.847 Punkten. Damit fehlen gleich zwei wichtige kurzfristige Unterstützungen.
Auch die Ichimoku-Wolke liefert aktuell kein positives Signal. Sie verläuft zwischen etwa 25.690 und 25.934 Punkten. Solange der Kurs darunter bleibt, ist der kurzfristige Trend technisch geschwächt.
Noch deutlicher fällt das Signal beim MACD aus. Der Indikator steht bei -95,64 Punkten, während die Signallinie bei -10,49 liegt. Vereinfacht gesagt bedeutet das: Das negative Momentum nimmt zu. Die Abwärtsbewegung gewinnt also an Kraft.
Ganz so eindeutig ist die Lage trotzdem nicht.
Der RSI liegt bei 41,05 Punkten. Das zeigt zwar Schwäche, aber noch keine extrem überverkaufte Situation. Der Markt ist also angeschlagen, gleichzeitig aber noch nicht an einem Punkt angekommen, an dem eine technische Gegenbewegung fast zwangsläufig wäre.
Hinzu kommt das weiterhin aktive Verteilungstop nach dem Hoch bei 26.665 Punkten. Dieses Muster bleibt ein Belastungsfaktor und spricht dafür, dass die Verkäufer auf höheren Kursniveaus weiterhin aktiv sind.
Jetzt entscheidet die Marke von 25.577 Punkten
Die zentrale Frage lautet deshalb: Hält die Unterstützung bei 25.577 Punkten?
Dort liegt das 23,6-%-Retracement und damit die kurzfristig wichtigste Auffangzone.
Ein nachhaltiger Tagesschluss unter dieser Marke würde das bearishe Szenario deutlich verstärken. Dann wäre der nächste relevante Bereich bei 25.445 Punkten erreicht. Dort verläuft das untere Bollinger-Band.
Fällt auch diese Marke, würde sich das Chartbild weiter eintrüben.
Auf der Oberseite sieht es ähnlich klar aus.
Die DAX Futures müssten zunächst den 50-Tage-Durchschnitt bei 25.847 Punkten zurückerobern, um den unmittelbaren Abwärtsdruck zu reduzieren.
Darüber wartet mit 26.037 Punkten der 20-Tage-Durchschnitt. Erst ein Anstieg über den Bereich um 26.050 Punkte würde das aktuell bearishe Kurzfristbild ernsthaft infrage stellen.
In diesem Fall wäre eine Erholung in Richtung 26.391 Punkte möglich.
Das jüngste Hoch bei 26.665 Punkten bleibt darüber der wichtigste größere Widerstand.
Die große Unterstützung liegt bei rund 24.900 Punkten
Noch ist der übergeordnete Trend nicht zerstört.
Der Grund liegt deutlich tiefer.
Der 200-Tage-Durchschnitt verläuft aktuell bei 24.856 Punkten. Gleichzeitig befindet sich in der Zone zwischen 24.856 und 24.905 Punkten das 38,2-%-Fibonacci-Retracement.
Hier treffen also gleich zwei wichtige Unterstützungen aufeinander.
Genau deshalb dürfte dieser Bereich für viele Marktteilnehmer interessant werden, falls die DAX Futures weiter abrutschen.
Eine Garantie für eine sofortige Wende ist das natürlich nicht. Aber technisch betrachtet ist die Zone um 24.900 Punkte deutlich wichtiger als die kleineren Unterstützungen darüber.
Sollte auch dieser Bereich brechen, würde sich das Bild nochmals deutlich verschlechtern.
Dann wäre sogar ein Rückgang in Richtung 24.361 Punkte denkbar.
Was jetzt für Trader interessant wird
Für aktive Trader ergibt sich aus dem aktuellen Chart ein relativ klares Szenario.
Sollten die DAX Futures auf Tagesschlussbasis unter 25.577 Punkte fallen, wäre ein aggressiver bearisher Einstieg im Bereich von 25.550 Punkten möglich.
Der vorgesehene Stop liegt bei 25.955 Punkten und damit oberhalb wichtiger Widerstände sowie ungefähr beim 1,5-Fachen der durchschnittlichen Handelsspanne.
Als Kursziel ergibt sich in diesem Szenario die Zone um 24.905 Punkte.
Das entspricht einem Chance-Risiko-Verhältnis von 1,59 zu 1.
Die Aussagekraft dieses Setups ist allerdings nur mittel. Der Grund ist einfach: Die Unterstützung bei 25.577 Punkten muss zunächst tatsächlich brechen.
Wer mehr Bestätigung abwarten möchte, könnte auf einen Tagesschluss unter 25.445 Punkte achten.
Dann wäre ein konservativerer Einstieg im Bereich von 25.400 Punkten denkbar. Der Stop würde ebenfalls bei 25.955 Punkten liegen, während das Ziel bei 24.905 Punkten bleibt.
Das Chance-Risiko-Verhältnis fällt hier mit 1,17 zu 1 allerdings geringer aus.
Dafür wäre der Bruch technisch klarer bestätigt.
Was gegen einen weiteren Absturz spricht
So schwach das kurzfristige Bild aussieht, ganz abschreiben sollte man die Bullen noch nicht.
Hält die Marke von 25.577 Punkten, könnte es zu einer schnellen technischen Gegenbewegung kommen.
Gerade weil der Kurs zuletzt deutlich unter Druck geraten ist, wäre eine sogenannte Mean-Reversion-Bewegung möglich. Dabei läuft der Markt nach einer überdehnten Bewegung kurzfristig wieder in Richtung seiner gleitenden Durchschnitte zurück.
Der erste wichtige Schritt wäre dann die Rückeroberung der 25.847 Punkte.
Schafft der DAX Future anschließend auch den Sprung über 26.050 Punkte, wäre das unmittelbare bearishe Setup hinfällig.
Dann würde sich das Bild deutlich entspannen und der Weg in Richtung 26.391 Punkte wäre wieder offen.
Mein Fazit zu den DAX Futures
Die DAX Futures befinden sich aktuell an einer echten Entscheidungslinie.
Das kurzfristige Chartbild ist bearish. Der Kurs notiert unter dem 20- und 50-Tage-Durchschnitt, der MACD verschlechtert sich und das Verteilungstop nach dem Hoch bei 26.665 Punkten bleibt aktiv.
Trotzdem ist der größere Trend noch nicht gebrochen.
Der Bereich um 25.577 Punkte dürfte jetzt darüber entscheiden, wie es weitergeht. Hält die Marke, wäre eine schnelle Gegenbewegung möglich. Fällt sie, rückt zunächst 25.445 Punkte in den Fokus und anschließend die deutlich wichtigere Unterstützungszone um 24.905 Punkte.
Dort treffen der 200-Tage-Durchschnitt und ein wichtiges Fibonacci-Niveau aufeinander.
Genau deshalb wird die aktuelle Bewegung so spannend. Der Markt steht nicht irgendwo im Chart, sondern direkt an einer Zone, an der sich die kurzfristige Richtung neu entscheiden könnte.
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Das sollten Sie am Mittwoch, den 16. September, im Blick behalten:
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