Citi hat Anlegern in einer Mitteilung am Dienstag erklärt, dass der jüngste Rücksetzer bei Halbleiteraktien wie eine Kaufgelegenheit wirke. Die Bank hält die Sorgen vor einer Abschwächung der KI-Ausgaben für überzogen.
Das Institut verwies darauf, dass das Management von Nvidia und Broadcom diesen Bedenken entgegengetreten sei. Beide Unternehmen hätten betont, dass die zugrunde liegende Nachfrage nach Infrastruktur robust bleibe und mit der konstruktiven Einschätzung von Citi übereinstimme.
Broadcom-Chef Hock Tan bekräftigte sein Vertrauen in das Ziel des Unternehmens, im Geschäftsjahr 2027 mit KI-Halbleitern einen Umsatz von 115 Milliarden US-Dollar zu erzielen.
Citi erklärte, die strategische Bedeutung einer führenden Position bei künstlicher Intelligenz, insbesondere vor dem Hintergrund des verschärften Technologiewettbewerbs zwischen den USA und China, mache einen deutlichen Rückgang der KI-Investitionen unwahrscheinlich. Die Bank verwies darauf, dass US-Präsident Donald Trump diese Sichtweise aufgegriffen und betont habe, die USA müssten ihren technologischen Vorsprung gegenüber China behaupten.
Zwar könnten anhaltende politische und sicherheitsbezogene Debatten das Tempo bei der Entwicklung führender KI-Modelle dämpfen. Citi geht jedoch davon aus, dass die anhaltende Nachfrage nach KI-Inferenz in Verbindung mit weiterhin bestehenden Lieferengpässen zusätzliche Kapitalinvestitionen im gesamten Ökosystem stützen dürfte.
Eine langsamere Einführung könnte nach Einschätzung der Bank sogar positiv sein. "Eine schrittweisere Bereitstellung der Nachfrage nach KI-Infrastruktur könnte sich letztlich als vorteilhaft für die Aktien erweisen", schrieb Citi.
Das Institut stuft beide Chipwerte mit "Buy" ein. Für Nvidia liegt das Kursziel bei 315 US-Dollar, für Broadcom bei 515 US-Dollar.
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