Chinas budgetäre Unterstützung für den Konsum wird in der zweiten Jahreshälfte verstärkt. Die kurzfristigen Auswirkungen hängen zwar vom Sentiment der privaten Haushalte ab, doch scheint dieser Ansatz nachhaltiger zu sein. Der 15. Fünfjahresplan dürfte weitere Maßnahmen zur Unterstützung der privaten Haushalte und zur Neuausrichtung der Wirtschaft enthalten, berichten die Standard Chartered-Ökonomen Carol Liao und Hunter Chan in ihrem Bericht.

Nachhaltigerer Ansatz zur Unterstützung des Konsums

„China hat kürzlich neue Maßnahmen zur Förderung der Kinderbetreuung, der Altenpflege, des Konsums und der Dienstleistungen sowie zur Stärkung des Sozialversicherungssystems eingeführt. Dies steht im Einklang mit der seit letztem Jahr verstärkten Fokussierung der Regierung auf die Unterstützung der Haushalte. Da die Wirksamkeit des Schemas zum Austausch von Konsumgütern mit der Zeit wahrscheinlich nachlassen wird, gehen wir davon aus, dass diese neuen Maßnahmen in den kommenden Jahren als Fortsetzung fortgeführt und möglicherweise ausgeweitet werden, um den Konsum nachhaltiger zu unterstützen.“

„Die Einzelhandelsumsätze haben sich zuletzt verlangsamt, könnten sich aber mit der Wiederaufnahme der politischen Unterstützung bald stabilisieren. Wir schätzen die fiskalischen Subventionen für diese neuen Initiativen auf insgesamt 120 bis 150 Mrd. CNY, die wahrscheinlich aus dem Fonds finanziert werden. Diese Unterstützungsmaßnahmen könnten im kommenden 15. Fünfjahresplan weiter ausgebaut werden, um den Herausforderungen der rasch alternden Bevölkerung Chinas zu begegnen.“

Zwar hat China in den letzten zehn Jahren die Sozialversicherung auf über 90 % der Gesamtbevölkerung ausgeweitet, doch sind die Pro-Kopf-Leistungen im Vergleich zu anderen Ländern weltweit nach wie vor unzureichend und ungleich verteilt. Aufgrund von Umsetzungsproblemen und anderen Altlasten reichen die jährlichen Sozialversicherungsbeiträge nicht aus, um die Ausgaben für Leistungen zu decken, was zu einer übermäßigen Abhängigkeit von fiskalischen Subventionen führt. Angesichts des Absturzes der Geburtenrate und einer Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter, die ihren Höhepunkt bereits überschritten hat, ist die Nachhaltigkeit des derzeitigen Sozialversicherungssystems gefährdet. Das Fehlen eines sozialen Sicherheitsnetzes ist wahrscheinlich die Hauptursache für übermäßige Ersparnisse und das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage, was sich in einem anhaltend hohen Leistungsbilanzüberschuss niederschlägt und Druck auf das Wachstum und die Inflation ausübt. Eine verstärkte finanzielle Unterstützung der Haushalte und die Verbesserung des sozialen Sicherheitsnetzes sind unserer Ansicht nach entscheidend für die Wiederherstellung des wirtschaftlichen Gleichgewichts und den Übergang zu einem nachhaltigeren Wachstumspfad.

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