Die Verbraucherpreisinflation in China verlangsamte sich im Dezember zum vierten Mal in Folge auf 0,1 % im Jahresvergleich und blieb im Monatsvergleich unverändert. Die Erzeugerpreisinflation sank im Dezember auf -2,3 Prozent im Jahresvergleich, während die Dynamik auf -0,1 Prozent im Monatsvergleich zurückging, was auf Faktoren wie die produktionsfreie Zeit außerhalb der Saison und Schwankungen bei den internationalen Rohstoffpreisen zurückzuführen ist, so Ho Woei Chen, Ökonom bei der UOB Group.
Geringer Preisdruck durch sinkende Lebensmittelpreise
„Chinas Inflation blieb 2024 das zweite Jahr in Folge moderat, mit einer Gesamt- und Kerninflation von 0,2% (2023: 0,2%) bzw. 0,5% (2023: 0,7%). Der chinesische Erzeugerpreisindex verzeichnete 2024 mit -2,2 % das zweite volle Jahr in Folge einen Rückgang (2023: -3,0 %). Wir halten an unserer Prognose einer VPI-Inflation von 0,9 % und einer PPI-Deflation von -1,2 % im Jahr 2025 fest.“
„Die Konjunkturmaßnahmen der Regierung haben den privaten Konsum und die Preise noch nicht wesentlich angekurbelt. Das chinesische BIP für das vierte Quartal 2024, das am kommenden Freitag (17. Januar) veröffentlicht wird, dürfte durch schwache Preise belastet werden, während wir erwarten, dass sich das reale BIP-Wachstum von 4,6 % yoy (0,9 % yoy im Quartalsvergleich) im dritten Quartal 2024 auf 5,0 % yoy (1,9 % yoy im Quartalsvergleich) beschleunigt, mit einem Wachstum von 4,9 % im Gesamtjahr 2024“.
„Wir halten an unserer BIP-Prognose von 4,3 % für 2025 fest. Daher erwarten wir für 2025 eine weitere Senkung des RRR um 50 bis 100 Basispunkte und eine Senkung des 7-Tage-Reverse-Repo-Satzes um 30 Basispunkte (wobei die Prime Rate für Kredite um 30 Basispunkte sinken wird). Eine kurzfristige Senkung des RRR wird im Mittelpunkt stehen, nachdem die PBOC eine zuvor angekündigte Senkung im Dezember ausgelassen hat“.
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