Der offizielle Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe fiel im August aufgrund der schwächeren Nachfrage auf ein Sechsmonatstief von 49,1. Das Wachstum der Industrie dürfte sich drastisch auf 4 % gegenüber dem Vorjahr verlangsamt haben. Politische Maßnahmen dürften die Ausrüstungsinvestitionen und die Einzelhandelsumsätze mit Konsumgütern gestützt haben. Die Deflation des Verbraucherpreisindex (VPI) könnte sich aufgrund der gedämpften Nachfrage beschleunigt haben; die VPI-Inflation dürfte aufgrund der Lebensmittelpreise gestiegen sein, so die Makroanalysten Hunter Chan und Shuang Ding von Standard Chartered.

Wachstumsdynamik lässt nach 

„Der offizielle Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe fiel im August weiter auf 49,1 (Juli: 49,4), den niedrigsten Stand seit Februar. Der PMI für die Produktion fiel zum ersten Mal seit Februar unter 50, da die Auftragseingänge weiter zurückgingen. Das Wachstum der Industrieproduktion (IP) dürfte sich im August auf 4 % gegenüber dem Vorjahr verlangsamt haben, nach 5,1 % im Juli. Die Auslandsnachfrage dürfte jedoch relativ stabil geblieben sein. Der PMI der neuen Exportaufträge verbesserte sich um 0,2 Punkte auf 48,7“.

„Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor stieg im August um 0,2 Punkte auf 50,2, da sich die Aktivität in den Bereichen Verkehr, Sport und Unterhaltung verbesserte, während die Aktivität in den Bereichen Kapitalmarkt, Immobilien und Wohnen zurückging. Das Wachstum der Einzelhandelsumsätze dürfte sich saisonbedingt von 2,7 % im Juli auf 4 % im Jahresvergleich erholt haben. Das Wachstum der Anlageinvestitionen dürfte im Jahresvergleich stabil geblieben sein. Während wir davon ausgehen, dass das Wachstum der Ausrüstungsinvestitionen im August robust war, dürften die Infrastrukturinvestitionen schwach geblieben sein. Zudem könnten die Immobilieninvestitionen weiter geschrumpft sein.“

„Wir gehen davon aus, dass die VPI-Inflation im August aufgrund höherer Preise für Schweinefleisch und Gemüse um 0,1 Prozentpunkte auf 0,6 % im Jahresvergleich gestiegen ist. Die Deflation des VPI dürfte sich auf 1,4 % gegenüber dem Vorjahr verschärft haben, da die Preise für Metalle und Baumaterialien aufgrund der schwächeren Nachfrage gesunken sind. Wir gehen davon aus, dass das Wachstum der gesamten Staatsfinanzierung (TSF) bei 8,2 % y/y verharrt, was auf eine saisonale Erholung der Neukreditvergabe in CNY und eine beschleunigte Emission von Staatsanleihen zurückzuführen ist.

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