Vor wenigen Stunden hat der US-Präsident einen Brief an Kanada veröffentlicht, in dem er die Einführung von Zöllen in Höhe von 35 % ab dem 1. August ankündigt. Wie üblich begründete er dies mit den angeblich großen Mengen an Fentanyl, die aus Kanada in die USA gelangen sollen. Hinzu kam, dass Kanada auf frühere Zölle reagiert hatte, was Trump in der Regel nicht toleriert, wie Commerzbank-Devisenanalyst Michael Pfister feststellt.

Mehrmonatiger Abwärtstrend des USD/CAD könnte zum Stillstand kommen

„Nach der Ankündigung verlor der kanadische Dollar verständlicherweise deutlich an Wert. Er erholte sich erst wieder etwas, nachdem Berichte auftauchten, dass USMCA-konforme Waren von den höheren Zöllen ausgenommen würden. Wie so oft bleibt dies jedoch unklar. Von Trump haben wir zu diesem Thema noch nichts gehört, und Berichten zufolge ist eine endgültige Entscheidung noch nicht gefallen.“

„Wie wir bereits vor langer Zeit gewarnt haben, sollten CAD-Händler nicht zu zuversichtlich sein, dass Donald Trump seine nördlichen Nachbarn jetzt in Ruhe lassen wird. Obwohl der Abwärtstrend des USD/CAD über mehrere Monate hinweg hauptsächlich auf die Schwäche des USD zurückzuführen war, haben wir wiederholt betont, dass sich dieser angesichts der schwachen kanadischen Wirtschaft nicht unbedingt unbegrenzt fortsetzen würde.“ „Die Ankündigung kam zwar überraschend, bestätigt jedoch unsere Einschätzung. Nun müssen wir abwarten, wie Trumps endgültige Entscheidung zu USMCA-konformen Gütern ausfällt, aber der kanadische Dollar dürfte turbulente Wochen vor sich haben.“

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