- Der Goldpreis steigt auf fast 5.500 USD, nachdem er in der frühen asiatischen Sitzung am Donnerstag ein Allzeithoch von 5.579 USD erreicht hat.
- Geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten treiben traditionelle sichere Anlagen wie Gold an.
- Die Fed hielt ihren Leitzins bei ihrem Januartreffen am Mittwoch in einer Spanne zwischen 3,5% und 3,75% stabil.
Der Goldpreis (XAU/USD) steigt am Donnerstag im frühen asiatischen Handel auf ein neues Rekordhoch von 5.579 USD, bevor er auf rund 5.500 USD zurückfällt. Die Rallye des Edelmetalls wird durch eine starke Nachfrage nach sicheren Anlagen inmitten anhaltender geopolitischer Spannungen, wirtschaftlicher Unsicherheit und eines schwächeren US-Dollars (USD) unterstützt.
Die geopolitischen Spannungen hielten an, nachdem US-Präsident Donald Trump am Mittwoch eine neue Warnung an den Iran ausgesprochen hatte. Trump forderte den Iran auf, "an den Verhandlungstisch zu kommen" und einen "fairen und gerechten Deal" auszuhandeln, der die Entwicklung von Atomwaffen verbieten würde, andernfalls wäre der nächste US-Angriff weitaus schlimmer. In der Zwischenzeit reagierte der Iran mit der Drohung, gegen die USA, Israel und deren Unterstützer zurückzuschlagen.
Die Entscheidung der US-Notenbank (Fed), die Zinssätze stabil zu halten, hat zum Anstieg des Goldpreises beigetragen. Die US-Zentralbank hielt die Zinssätze nach ihrer Sitzung im Januar im Zielbereich von 3,5% bis 3,75% stabil. Niedrigere Zinssätze verringern typischerweise die Opportunitätskosten des Haltens von unverzinslichen Vermögenswerten wie Gold, was es für Anleger attraktiver macht.
Trump sagte am Dienstag zuvor, dass er bald seinen Vorschlag für den neuen Fed-Vorsitzenden bekannt geben werde. Er fügte hinzu, dass die Zinsen erheblich sinken werden, sobald ein neuer Fed-Vorsitzender im Amt ist. Händler befürchten, dass die Fed ihre Unabhängigkeit nach der Ernennung eines Trump-Kandidaten zum Fed-Vorsitzenden verlieren könnte, was die Nachfrage nach sicheren Anlagen anhebt.
Andererseits kann Gewinnmitnahme beim gelben Metall in naher Zukunft nach einem Anstieg von mehr als 80 % im Jahresvergleich nicht ausgeschlossen werden. "Die Gewinne wurden durch anhaltende Käufe der Zentralbanken, unermüdlichen Momentum von trendfolgendem Kapital und starke Nachfrage nach sicheren Anlagen angeheizt," sagte der IG-Marktanalyst Tony Sycamore. "Obwohl die parabolische Natur der Rallye darauf hindeutet, dass ein Pullback nicht weit entfernt ist, wird erwartet, dass die zugrunde liegenden Fundamentaldaten bis 2026 unterstützend bleiben, wodurch Rückgänge als attraktive Kaufgelegenheiten positioniert werden."

Risikostimmung - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.
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