Der Goldpreis steigt am Donnerstag stark an und überwindet das vorherige Rekordhoch von 2.954 $, trotz hoher Renditen von US-Staatsanleihen und eines starken US-Dollars. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts überschreitet das XAU/USD die Marke von 2.960 $ und erreicht ein Allzeithoch von 2.971 $ pro Feinunze.

Zuvor hatte das US Bureau of Labor Statistics (BLS) bekannt gegeben, dass die von den Produzenten gezahlten Preise den "Status quo" beibehalten haben. Der PPI im Februar stieg um 3,2 % im Jahresvergleich, unter den Prognosen von 3,3 % und fiel im Vergleich zu Januar mit 3,7 %. Der Kern-PPI stieg im gleichen Zeitraum um 3,4 % im Jahresvergleich, unter den Schätzungen von 3,5 %. Gleichzeitig fielen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für die Woche bis zum 8. März von 222.000 auf 220.000, unter den Prognosen von 225.000.

Der letzte Anstieg des Goldpreises fehlte der Katalysator, der die Preise in Richtung 2.971 $ trieb. Dennoch deuten Schlagzeilen aus Russland darauf hin, dass ein Waffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine nicht so nah ist, wie erwartet, da Russlands oberster Berater sagte, dass der US-Vorschlag Russland "nichts" gebe.

Reaktion des Goldpreises

Der Goldpreis kletterte über das vorherige Hoch von 2.954 $ und verstärkte einen Anstieg in Richtung des Rekordhochs von 2.971 $. Aufgrund der Preisbewegung ist das XAU/USD bereit, bald die Marke von 3.000 $ zu testen. Der Relative Strength Index (RSI) bleibt bullisch mit genügend Spielraum, bevor er überkauft wird.

Gold FAQs

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.

 

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