Andrew Bailey, Gouverneur der Bank of England (BoE), sagte am Freitag in einem Interview mit Bloomberg TV beim Jackson-Hole-Symposium, dass er im Vereinigten Königreich keine signifikanten Zweitrundeneffekte der Inflation sieht.
Bailey erklärte: "Wir sehen bislang recht gedämpfte Zweitrundeneffekte, ich denke, wir beobachten schon seit einiger Zeit eine Abschwächung des Arbeitsmarkts," und deutete damit an, dass er vor der geldpolitischen Entscheidung der BoE am 17. September eine abwartende Haltung einnimmt.
Bailey betonte, dass die BoE nicht auf einen bestimmten Zinspfad festgelegt sei und die wirtschaftliche Lage von Sitzung zu Sitzung beurteile, und fügte hinzu, dass „wir derzeit relativ gedämpfte Zweitrundeneffekte der Inflation sehen.“
Wichtige Highlights:
WIR SEHEN BISLANG RECHT GEDÄMPFTE ZWEITRUNDEEFFEKTE
WIR KÖNNEN DIESE SITUATION VORERST BEOBACHTEN
ICH KANN NICHT VERSPRECHEN, DASS DIE GEDÄMPFTEN ZWEITRUNDEEFFEKTE ANHALTEN WERDEN
Pfund Sterling - heute
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Britisches Pfund (GBP) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Britisches Pfund war am stärksten gegenüber dem Neuseeländischer Dollar.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.64% | 0.47% | 0.46% | 0.40% | 0.51% | 0.72% | 0.68% | |
| EUR | -0.64% | -0.16% | -0.15% | -0.28% | -0.13% | 0.10% | 0.04% | |
| GBP | -0.47% | 0.16% | 0.00% | -0.12% | 0.03% | 0.26% | 0.21% | |
| JPY | -0.46% | 0.15% | 0.00% | -0.08% | 0.03% | 0.24% | 0.19% | |
| CAD | -0.40% | 0.28% | 0.12% | 0.08% | 0.11% | 0.32% | 0.28% | |
| AUD | -0.51% | 0.13% | -0.03% | -0.03% | -0.11% | 0.22% | 0.17% | |
| NZD | -0.72% | -0.10% | -0.26% | -0.24% | -0.32% | -0.22% | -0.04% | |
| CHF | -0.68% | -0.04% | -0.21% | -0.19% | -0.28% | -0.17% | 0.04% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Britisches Pfund aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als GBP (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.
BoE - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Bank of England (BoE) legt die Geldpolitik Großbritanniens fest. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität mit einer Inflationsrate von 2 %. Änderungen des Leitzinses wirken sich unmittelbar auf den Wert des britischen Pfunds aus.
Wenn die Inflation das Ziel der Bank of England übersteigt, reagiert sie mit Zinserhöhungen, was es für Privatpersonen und Unternehmen teurer macht, Kredite aufzunehmen. Dies ist positiv für das Pfund, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für globale Investoren attraktiver machen.
In Krisenzeiten greift die Bank of England zu außergewöhnlichen Maßnahmen wie der sogenannten quantitativen Lockerung (Quantitative Easing, QE). Diese Politik wird angewandt, wenn Zinssenkungen nicht ausreichen, um das Finanzsystem wieder in Gang zu bringen. QE bedeutet, dass die Bank of England große Mengen an Geld druckt, um Vermögenswerte – in der Regel Staatsanleihen oder hoch bewertete Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstituten zu kaufen. Dies soll die Kreditvergabe ankurbeln, hat jedoch oft zur Folge, dass das Pfund Sterling an Wert verliert.
Die sogenannte Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenstück zur quantitativen Lockerung (QE) und wird in Phasen einer erstarkenden Wirtschaft und steigender Inflation angewendet. Während die Bank of England im Rahmen von QE Staats- und Unternehmensanleihen erwirbt, um die Kreditvergabe anzukurbeln, stellt sie bei QT diese Käufe ein und reinvestiert fälliges Kapital aus bereits gehaltenen Anleihen nicht. QT gilt in der Regel als förderlich für die Stabilität des britischen Pfunds.
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