• AUD/USD steigt im frühen europäischen Handel am Mittwoch auf rund 0,6990.
  • Die USA starteten neue Angriffe auf den Iran, während Trump die Blockade der Straße von Hormus ankündigte.
  • Schwächere als erwartete US-Verbraucherpreisdaten (CPI) im Juni dämpften die Erwartungen an eine Straffung der Fed-Politik.

Das Paar AUD/USD gewinnt im frühen europäischen Handel am Mittwoch an Stärke und notiert bei rund 0,6990. Der US-Dollar (USD) schwächt sich gegenüber dem Australischen Dollar (AUD) ab, da die Märkte ihre Wetten auf eine US-Zinserhöhung nach einer stärker als erwarteten Verlangsamung der US-Inflation im Juni reduzierten. Händler warten auf die Veröffentlichung des US-Erzeugerpreisindex (PPI) für Juni, um neue Impulse zu erhalten.

Die US-Inflation, gemessen am US-Verbraucherpreisindex (CPI), sank laut dem US Bureau of Labor Statistics am Dienstag auf 3,5 % im Jahresvergleich bis Juni, nach 4,2 % im Mai. Diese Zahl lag unter den Markterwartungen von 3,8 %. Der Kern-CPI, der Nahrungsmittel und Energie ausschließt, stieg im Juni um 2,6 % im Jahresvergleich, nach 2,9 % im Mai, und lag damit unter dem Marktkonsens von 2,8 %.

Händler haben laut dem CME FedWatch-Tool eine Wahrscheinlichkeit von fast 16,6 % für eine Zinserhöhung um ein Viertelprozent bei der Fed-Sitzung am 28. bis 29. Juli eingepreist, verglichen mit 35 % vor dem Inflationsbericht. Für die Fed-Sitzung am 15. bis 16. September sehen sie eine Wahrscheinlichkeit von etwa 60 % für eine Zinserhöhung, nach über 90 % vor der Veröffentlichung der CPI-Daten.

Unterdessen könnten eskalierende Spannungen im Nahen Osten eine sichere Hafenwährung wie den Greenback stärken und kurzfristig Gegenwind für das Paar darstellen. CNN berichtete am Mittwoch, dass die USA den vierten Tag in Folge Angriffe auf iranische Ziele durchführten. Iranische Staatsmedien meldeten zudem, dass Teheran US-Militäranlagen in Jordanien angegriffen habe.

US-Präsident Donald Trump warnte, dass die USA nächste Woche Brücken und Kraftwerke angreifen würden, falls Teheran nicht an den Verhandlungstisch zurückkehrt. Anfang der Woche kündigte Trump an, dass die USA keine 20%ige Erstattungsgebühr für Fracht erheben werden, die durch die Straße von Hormus transportiert wird.

Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.

Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.

China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.

Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.

Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.

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Das sollten Sie am Mittwoch, den 15. Juli, im Blick behalten:

Das sollten Sie am Mittwoch, den 15. Juli, im Blick behalten:

Der US-Dollar bleibt in der europäischen Sitzung am Mittwoch unter Abwärtsdruck, nachdem er am Dienstag gegenüber seinen Haupt-Währungsrivalen geschwächt wurde. In der zweiten Tageshälfte wird das US Bureau of Labor Statistics die Daten zum Erzeugerpreisindex für Juni veröffentlichen und die Bank of Canada geldpolitische Entscheidungen bekanntgeben.

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