Der australische Dollar (AUD) ist über Nacht der stärkste Performer unter den G10-Währungen gewesen. Rückenwind kam von einem robusten Arbeitsmarktbericht für Dezember mit einem Stellenzuwachs von 65.200 sowie einem Rückgang der Arbeitslosenquote auf 4,1 Prozent. Hinzu kam eine verbesserte globale Risikostimmung, berichtet MUFG-Devisenanalyst Lee Hardman.

Arbeitsmarktstärke schürt Erwartungen an straffere RBA-Politik

„Der australische Dollar ist über Nacht die am besten performende G10-Währung gewesen und hat seine Outperformance zum Jahresauftakt fortgesetzt. Der Aufwärtsimpuls des australischen Dollars wurde durch die Veröffentlichung stärker als erwartet ausgefallener heimischer Arbeitsmarktdaten sowie durch eine breitere Verbesserung der globalen Risikostimmung der Investoren verstärkt, nachdem Präsident Trump seine Drohung fallen gelassen hat, militärische Gewalt einzusetzen, um die Kontrolle über Grönland zu übernehmen und/oder Zölle auf Importe aus NATO-Partnerländern wie Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich zu verhängen. Diese positive Entwicklung folgte auf ein Treffen zwischen Präsident Trump und NATO-Generalsekretär Mark Rutte am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos.“

„Marktteilnehmer haben zunächst Erleichterung darüber gezeigt, dass die Drohung mit einem militärischen Eingreifen der USA oder mit Zöllen zumindest vorerst vom Tisch ist. Gleichwohl bleibt die Sorge bestehen, dass diese Maßnahmen zurückkehren könnten, falls die Gespräche in den kommenden Wochen und Monaten nicht in der von Präsident Trump gewünschten Weise voranschreiten. Die Vermeidung eines gegenseitigen Handelskriegs ist eine positive Entwicklung für den globalen Wachstumsausblick und stützt unsere Erwartung einer stärkeren Konjunktur in diesem Jahr. Rohstoffwährungen wie der australische Dollar und Währungen aus Lateinamerika haben bereits zu Jahresbeginn überdurchschnittlich zugelegt – in Erwartung eines kräftigeren globalen Wachstums und steigender Rohstoffpreise.“

„Gleichzeitig wurde der australische Dollar über Nacht durch eine restriktivere Neubewertung der geldpolitischen Erwartungen an die Reserve Bank of Australia gestützt. Die Rendite zweijähriger australischer Staatsanleihen ist nach Veröffentlichung des jüngsten Arbeitsmarktberichts um rund neun Basispunkte gestiegen. Der Bericht zeigte, dass die Beschäftigung im Dezember kräftig um 65.200 Stellen zulegte – der stärkste monatliche Anstieg seit April des vergangenen Jahres. Das stärkere Beschäftigungswachstum trug dazu bei, die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent zu senken. Nachdem sie im September bei 4,4 Prozent ihren Höhepunkt erreicht hatte, hat sich die Arbeitslosenquote damit nahezu vollständig von dem Anstieg in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres zurückgebildet. Eine Entwicklung, die die Sorgen der RBA über das Risiko einer hartnäckigeren Inflation in Australien infolge des angespannten Arbeitsmarktes verstärken dürfte.“

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