- AUD/USD konsolidiert Verluste und balanciert einen gedämpften Australischen Dollar gegen einen schwächeren US-Dollar vor dem Hintergrund geopolitischer Unsicherheiten aus.
- Das CME FedWatch Tool deutet darauf hin, dass Trader eine Wahrscheinlichkeit von 79,5 % für eine Zinserhöhung der Fed im Dezember einpreisen.
- Chris Kent von der RBA erklärte, dass zwar der Leitzins bevorzugt bleibt, unkonventionelle Instrumente jedoch für zukünftige Krisen bereitstehen.
AUD/USD bleibt zum zweiten Handelstag in Folge gedämpft und notiert während der europäischen Handelszeiten am Montag um 0,6890. Das Paar konsolidiert seine jüngsten Verluste, da ein gedämpfter Australischer Dollar (AUD) gegen einen schwächeren US-Dollar (USD) im Umfeld anhaltender geopolitischer Unsicherheiten ankämpft.
Die Abwärtsbewegung des AUD/USD-Paares bleibt abgefedert, nachdem Berichte aufkamen, dass Washington und Teheran einer vorübergehenden Einstellung der Feindseligkeiten zugestimmt haben, bevor die Friedensgespräche diese Woche in Doha wieder aufgenommen werden.
Die Verluste des Greenbacks werden jedoch ebenfalls begrenzt, da Trader eine vorsichtige Haltung einnehmen, die dynamischen Nahost-Schlagzeilen genau verfolgen und bewerten, wie die regionale Stabilität die globale Risikoappetit beeinflussen wird. Dieses plötzliche diplomatische Fenster öffnet sich nach Tagen von Vergeltungsschlägen, die am Donnerstag begannen, als ein iranisches Projektil ein Frachtschiff traf, woraufhin beide Nationen sich gegenseitig der Verletzung ihres vorläufigen Waffenstillstands vom 17. Juni beschuldigten. Offizielle Delegationen sollen sich am Dienstag in Katar treffen, um ein Ende des Konflikts zu verhandeln.
Unterdessen richtete sich der inländische Fokus auf die Geldpolitik nach Äußerungen des stellvertretenden Gouverneurs der Reserve Bank of Australia (RBA), Chris Kent. Im Rahmen einer Überprüfung alternativer geldpolitischer Optionen betonte Kent, dass zwar das Ziel des Leitzinses das primäre und bevorzugte Instrument der RBA bleibe, die Zentralbank jedoch bereit sei, unkonventionelle Instrumente während zukünftiger wirtschaftlicher oder finanzieller Krisen einzusetzen. Sollten die Kreditkosten wieder auf nahezu null sinken, könnte die RBA Anleihekäufe, Forward Guidance und erweiterte Liquiditätsmaßnahmen nutzen, um die Wirtschaft zu stützen.
Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.
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Der Bitcoin-Preis setzt seinen Abwärtstrend unterhalb der Unterstützungszone bei 60.000 US-Dollar fort, nachdem er seit dem Hoch von 126.199 US-Dollar im Oktober über 50 % seines Werts verloren hat. Der vierjährige Zyklus von Bitcoin, gemessen von Zyklushöchstständen bis zu Tiefpunkten, deutet darauf hin, dass noch vier Monate Bärenmarkt bevorstehen.
Das sollten Sie am Montag, den 29. Juni, im Blick behalten:
Die Finanzmärkte nehmen zu Beginn der Woche eine vorsichtige Haltung ein, während die Anleger die neuesten Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen den USA und dem Iran bewerten. Heute wird EZB-Präsidentin Christine Lagarde eine Eröffnungsrede auf dem EZB-Zentralbankforum halten