• Das Paar AUD/USD gibt im frühen europäischen Handel am Montag auf rund 0,7005 nach. 
  • Unsicherheit trübt den US-Iran-Friedensdeal nach Drohungen von Trump. 
  • Die hawkische Pause der RBA könnte den Aussie stützen. 

Das Paar AUD/USD verliert im frühen europäischen Handel am Montag an Zugkraft und notiert nahe 0,7005, belastet durch eine Risikoaversion. Händler bewerten weiterhin die Entwicklungen rund um den US-Iran-Friedensdeal nach neuen Drohungen von US-Präsident Donald Trump.

Die US-Iran-Friedensgespräche fanden am Sonntag in Bürgenstock, Schweiz, statt, mit Delegationen aus Iran, den USA, Katar und Pakistan. Am Montag veröffentlichten Katar und Pakistan eine gemeinsame Erklärung zum Abschluss der Verhandlungen und erklärten, dass die Gespräche in einer positiven, konstruktiven Atmosphäre geführt wurden.

Früher am Montag zitierte die Nachrichtenagentur Tasnim einen Sprecher des iranischen Außenministeriums mit den Worten, dass „ein formeller Transitmechanismus erfolgreich eingerichtet wurde, um die sichere Passage von Handelsschiffen durch die wichtige Wasserstraße der Straße von Hormus zu gewährleisten.“

Die Märkte bleiben jedoch vorsichtig, da Trump am Wochenende mit Angriffen auf den Iran drohte, falls die Hisbollah Israel weiterhin angreift. Die Unsicherheit rund um das US-Iran-Friedensabkommen könnte auf risikoreichere Anlagen wie den Australischen Dollar (AUD) gegenüber dem US-Dollar (USD) drücken.

Andererseits könnte eine hawkische Zinspause der Reserve Bank of Australia (RBA) helfen, die Verluste des Aussie zu begrenzen. Die RBA entschied sich nach ihrer geldpolitischen Sitzung im Juni letzte Woche, den Leitzins (Official Cash Rate - OCR) unverändert bei 4,35% zu belassen. Dies ist eine Pause nach drei aufeinanderfolgenden Zinserhöhungen um jeweils 25 Basispunkte (bps) Anfang dieses Jahres.

Trotz der Zinspause signalisierten die Vorstandsmitglieder, dass weitere Zinserhöhungen notwendig sein könnten, um ihre Ziele zu erreichen.

Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.

Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.

China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.

Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.

Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.

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