- Der australische Dollar bleibt stark, obwohl sich der chinesische Einkaufsmanager-Index (PMI) für das verarbeitende Gewerbe im Juli auf 50,9 abgeschwächt hat.
- Der US-Dollar gerät nach Japans Intervention zum Kauf von Yen im Umfang von 58,97 Milliarden US-Dollar und nachlassender Risikoaversion unter Druck.
- Die diplomatischen Behauptungen zwischen den USA und dem Iran bleiben umstritten, wodurch die Marktstimmung vorsichtig bleibt, da die iranischen Streitkräfte weiterhin in höchster Alarmbereitschaft sind.
AUD/USD wertet nach einer Eröffnung mit einer bullischen Kurslücke ab, bleibt im positiven Bereich und handelt während der asiatischen Handelsstunden am Montag um 0,7030. Das Währungspaar hält seine Gewinne, da sich der Australische Dollar (AUD) widerstandsfähig zeigte und durch wirtschaftliche Entwicklungen in China, Australiens wichtigstem Handelspartner, gestützt wurde.
Chinas RatingDog Einkaufsmanager-Index (PMI) für das verarbeitende Gewerbe schwächte sich im Juli auf 50,9 von 51,7 im Juni ab und verfehlte damit die Markterwartungen von 51,5; er signalisiert weiterhin eine Expansion der Industrieaktivität.
Inflationsüberraschung in Australien wird als durch Treibstoffpreise getrieben gesehen, liegt aber weiterhin über dem RBA-Ziel
Geoff Yu von BNY weist darauf hin, dass die stellvertretende Gouverneurin der RBA, Sarah Hunter, den jüngsten australischen Verbraucherpreisindex (CPI) als "etwas schwächer" als erwartet bezeichnete, wobei die negative Überraschung bei der Gesamtinflation "hauptsächlich durch niedrigere Treibstoffpreise bedingt" gewesen sei. Hunters Äußerungen unterstreichen, dass sich die Abschwächung des Preisdrucks eng begrenzt und nicht auf einen breiteren Disinflationstrend hindeutet, und sie erfolgen vor dem Hintergrund, dass die Inflation weiterhin über dem Zielband der RBA von 2–3% liegt.
Der US-Dollar (USD) tut sich gegenüber den wichtigsten Währungen nach der offiziellen Bestätigung Japans über gemeinsame Währungsinterventionen schwer. Die japanischen Behörden bestätigten, dass sie koordinierte Yen-Kauf-Operationen mit den Vereinigten Staaten durchgeführt haben, wobei Daten der Bank of Japan auf Ausgaben von bis zu 58,97 Milliarden US-Dollar am Donnerstag hindeuten. Tokio signalisierte zudem seine Bereitschaft, bei Bedarf erneut zu intervenieren, und betonte, dass die enge Kommunikation mit den US-Partnern fortgesetzt werde.
Der Druck auf den Greenback wurde zusätzlich durch eine breitere Abnahme der Risikoaversion an den Märkten verstärkt, ausgelöst durch mögliche diplomatische Entwicklungen zwischen den USA und dem Iran. Die Stimmung drehte sich nach Berichten, wonach US-Präsident Donald Trump geplante Militärschläge ausgesetzt habe. In einem Beitrag auf Truth Social erklärte Präsident Trump, Iran und benachbarte Staaten im Nahen Osten hätten um Zeit gebeten, um eine Vereinbarung abzuschließen, ein Vorschlag, der zur vollständigen Wiedereröffnung der Straße von Hormus führen und Irans Atomprogramm behandeln würde.
Die Finanzmärkte bleiben jedoch vorsichtig, da iranische Beamte diese Behauptungen umgehend zurückwiesen. Über die iranische Nachrichtenagentur Mehr bezeichneten Beamte die Behauptung, Teheran habe um eine Pause gebeten, als "nichts als eine neue Lüge". Sie betonten, dass die iranischen Streitkräfte weiterhin in höchster Alarmbereitschaft und vollständig auf jede Eventualität vorbereitet seien, was die geopolitische Unsicherheit erhöht hält.
Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.
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