Bei so vielen spannenden Entscheidungen in der vergangenen Woche konnte man leicht übersehen, dass sich der australische Dollar angesichts der erneuten Stärke des US-Dollars recht wacker geschlagen hat. Die Volkswirte der Commerzbank analysieren die Aussichten für den AUD.
Spannende Tage für den Aussie
Den Anfang machen am Mittwoch die neuen monatlichen Inflationszahlen. Der Bloomberg-Konsens rechnet mit einem leichten Anstieg auf 3,5% im Jahresvergleich. Meiner Meinung nach ist es weniger wichtig, ob die endgültige Zahl bei 3,4%, 3,5% oder 3,3% liegt. Die monatlichen Zahlen sind ohnehin schwer zu interpretieren, da nur ein Teil des Gesamtindikators monatlich aktualisiert wird.
Kurzfristig könnte eine Überraschung nach unten Druck auf den Aussie ausüben. Mittelfristig dürften jedoch zwei Informationen von größerer Bedeutung sein: 1) Der Quartalsindikator dürfte im ersten Quartal erneut sinken und sich im Bereich von 3,5% oder sogar leicht darunter einpendeln. Und 2) die jüngsten Daten deuten darauf hin, dass sich die Disinflation vorerst verlangsamt hat. Dies ist nur logisch, da wir eine ähnliche Entwicklung in den anderen G10-Ländern gesehen haben und die meisten Basiseffekte in Australien nun auslaufen dürften.
Dies sollte ein Argument für die RBA sein, ihre vorsichtige Haltung beizubehalten. Daher würden wir uns auch nach den heutigen Inflationszahlen mit einer mittelfristigen Wette gegen den Aussie zurückhalten. Es sei denn natürlich, die Zahlen überraschen nach unten. Dies würde den jüngsten Trend ändern, auch wenn dies nicht unser Basisszenario ist.
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