- AUD/USD gibt einige seiner anfänglichen Gewinne auf. Dennoch handelt das Paar 0,3% höher bei etwa 0,6500.
- US-Präsident Trump hat die 50%-Zölle auf die EU bis zum 9. Juli verschoben.
- AUD/USD stärkt sich nach einem Ausbruch aus einem symmetrischen Dreieck auf einem Tageszeitrahmen.
Das Währungspaar AUD/USD gibt erhebliche Intraday-Gewinne auf, nachdem es am Montag ein frisches Sechs-Monats-Hoch nahe 0,6540 erreicht hat. Das australische Paar gibt einen Großteil der Gewinne zurück, da der US-Dollar (USD) seine frühen Verluste wieder wettmacht. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, erholt sich auf nahezu 99,00 von seinem monatlichen Tief von 98,70, das früher am Tag verzeichnet wurde.
Der australische Dollar (AUD) zeigt eine starke Leistung, da sich die Marktstimmung zugunsten von risikobehafteten Anlagen wendet, nachdem der US-Präsident Donald Trump die vorgeschlagenen 50%-Zölle auf die Europäische Union (EU) bis zum 9. Juli ausgesetzt hat.
Trump hat die vorgeschlagenen EU-Zölle verschoben, nachdem der alte Kontinent Washington einige Zeit gedrängt hat, um ein gutes Geschäft zu erreichen.
In dieser Woche werden die Anleger besonders auf die Inflation sowohl aus Australien als auch aus den Vereinigten Staaten (US) achten, die am Mittwoch bzw. Freitag veröffentlicht wird.
AUD/USD liefert einen Ausbruch aus der Symmetrischen Dreiecksformation, die auf einem Tageszeitrahmen gebildet wurde. Ein Ausbruch aus dem oben genannten Chartmuster führt zu einer Volatilitätserweiterung, die zu größeren Bewegungen nach oben und einem Anstieg des Volumens führt.
Der 20-Tage-Exponential Moving Average (EMA) zeigt nach oben bei etwa 0,6426, was auf einen starken Aufwärtstrend hinweist.
Der 14-Tage Relative Strength Index (RSI) bemüht sich, über 60,00 zu brechen. Bullen würden aktiv werden, wenn der RSI über die 60,00-Marke bricht.
Weitere Aufwärtsbewegungen würden in Richtung des Hochs vom 25. November bei 0,6550 und dem runden Widerstand von 0,6600 erscheinen, wenn das Paar über das Hoch vom 7. Mai bei 0,6515 bricht.
Auf der anderen Seite würde eine Abwärtsbewegung unter das Tief vom 4. März bei 0,6187 es in Richtung des Februartiefs von 0,6087 exponieren, gefolgt von der psychologischen Unterstützung bei 0,6000.
AUD/USD Tages-Chart

Australischer Dollar FAQs
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.
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