• AUD/USD schwankt um 0,6500, während die Anleger auf das Ergebnis der Handelsverhandlungen zwischen den USA und China warten.
  • Das Ergebnis der Handelsgespräche zwischen den USA und China wird Sicherheit für die wirtschaftliche Perspektive der USA bieten.
  • Die US-Inflation wird voraussichtlich im Mai schneller gewachsen sein.

Das Paar AUD/USD stabilisiert sich während der europäischen Handelsstunden am Dienstag um 0,6500. Das Aussie-Paar handelt in einer engen Spanne, da die Anleger abwarten und auf das Ergebnis der Handelsgespräche zwischen den Vereinigten Staaten (USA) und China in London warten, die am Montag begonnen haben.

Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, steigt auf fast 99,15.

Die hochkarätigen Handelsgespräche zwischen den USA und China werden voraussichtlich den US-Dollar erheblich beeinflussen, der in den letzten Monaten stark unter Druck geraten ist. Die Anleger bezweifeln die Sicherheitsattraktivität des US-Dollars, da Marktexperten warnen, dass die Umsetzung neuer Wirtschaftspolitiken durch den US-Präsidenten Donald Trump wirtschaftliche Schockwellen auslösen könnte.

Ein positives Ergebnis aus den Handelsverhandlungen zwischen den USA und China würde einige Sicherheit in die wirtschaftliche Perspektive der USA bringen und es den Unternehmen ermöglichen, ihre Expansionspläne zu strategisieren.

Auf der wirtschaftlichen Seite warten die Anleger auf die Daten zum US-Verbraucherpreisindex (VPI) für Mai, die am Mittwoch veröffentlicht werden. Laut Schätzungen wuchsen der Gesamt- und der Kern-VPI der USA mit einer schnelleren Rate von 2,5% bzw. 2,9%.

In der Zwischenzeit handelt der Australische Dollar (AUD) ruhig im Zuge der Handelsgespräche zwischen den USA und China. Der Aussie-Dollar wird ebenfalls von dem Ergebnis des sino-amerikanischen Treffens betroffen sein, da Australien der wichtigste Handelspartner Chinas ist.

Auf der heimischen Seite warten die Anleger auf die Daten zu den einjährigen Verbraucherinflationserwartungen für Juni, die am Donnerstag veröffentlicht werden. Die zukünftigen Inflationsdaten werden die Markterwartungen für den geldpolitischen Ausblick der Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflussen. Im Mai lagen die Inflationsdaten bei 4,1%.

Australischer Dollar FAQs

Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.

Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.

China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.

Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.

Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.

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