- AUD/USD bleibt unter Druck, da der US-Dollar vor wichtigen US-Datenveröffentlichungen an Stärke gewinnt.
- Die Märkte warten auf die verspäteten US-NFP-Berichte, um Hinweise auf die geldpolitischen Aussichten der Fed zu erhalten.
- Die Neubewertung der RBA-Politik und schwache China-Daten setzen dem Aussie zu.
AUD/USD bleibt am Montag unter Druck, da der Australische Dollar (AUD) leicht nachgibt, während der US-Dollar (USD) vor einer umfangreichen US-Wirtschaftsdatenveröffentlichung am Dienstag eine bescheidene Erholung zeigt. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert AUD/USD bei etwa 0,6637 und bleibt zum dritten Mal in Folge auf der Verliererseite.
Unterdessen schwebt der US-Dollar-Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen verfolgt, nahe 98,34 und erholt sich, nachdem er ein Intraday-Tief von etwa 98,14 erreicht hatte.
Früher in der amerikanischen Handelszeit geriet der Greenback kurzzeitig unter Druck, nachdem der US New York Empire State Manufacturing Index auf eine deutliche Verlangsamung der Aktivität hinwies. Der Index fiel im Dezember von 18,7 im November auf -3,9 und verfehlte die Markterwartungen von 10,6.
In der Zukunft positionieren sich die Anleger vor den verspäteten US Nonfarm Payrolls (NFP) für Oktober und November, die aufgrund der jüngsten Regierungsstilllegung verschoben wurden. Die Daten werden genau beobachtet, da die Märkte weiterhin die geldpolitischen Aussichten der Federal Reserve (Fed) nach der Zinssenkung um 25 Basispunkte (bps) in der letzten Woche neu bewerten.
Die Entscheidungsträger räumten ein, dass die Abwärtsrisiken für den Arbeitsmarkt in den letzten Monaten zugenommen haben, und eine schwächer als erwartete Arbeitsmarktzahl würde voraussichtlich die Erwartungen an eine weitere Lockerung der Politik verstärken, auch wenn Fed-Vorsitzender Jerome Powell vor Zinssenkungen in naher Zukunft warnte und betonte, dass zukünftige politische Entscheidungen von den eingehenden Daten abhängen werden.
Zusätzlich zu den NFP-Veröffentlichungen werden die Händler auch den vierwöchigen Durchschnitt der ADP-Beschäftigungsänderungen, die Einzelhandelsumsätze und die vorläufigen S&P Global Purchasing Managers Index (PMI)-Daten überwachen.
In Australien bewerten die Händler auch den geldpolitischen Kurs der Reserve Bank of Australia (RBA) nach schwächeren Arbeitsmarktdaten neu. Während die RBA die Zinssätze bei ihrer letzten Sitzung unverändert ließ und signalisierte, dass zukünftige Zinserhöhungen wahrscheinlicher sind als Senkungen, haben weichere Beschäftigungszahlen die Märkte dazu veranlasst, die Erwartungen an eine Zinserhöhung in die zweite Hälfte des Jahres 2026 zu verschieben.
Andernorts verstärken schwache Wirtschaftsdaten aus China den Abwärtsdruck auf den Aussie, angesichts der engen Handelsbeziehungen Australiens zu seinem größten Handelspartner. Anzeichen für eine nachlassende Dynamik in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt traten im November auf, als die Industrieproduktion um 4,8 % im Jahresvergleich stieg, was unter den Erwartungen lag und etwas langsamer war als im Oktober, während die Einzelhandelsumsätze nur um 1,3 % zunahmen, was den schwächsten Anstieg seit Ende 2022 markiert.
Die vorläufigen S&P Global PMI-Zahlen Australiens werden ebenfalls am Dienstag veröffentlicht.
Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.
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