- AUD/USD handelt seitwärts in der Nähe von Mehrjahreshochs vor der Zinsentscheidung der Fed.
- Es wird erwartet, dass die Fed die Zinsen unverändert lässt, wobei der Fokus auf Powells Leitlinien liegt.
- Starke CPI-Daten stärken die Argumente für eine mögliche Zinserhöhung der RBA und bieten dem Aussie Unterstützung.
Der Australische Dollar (AUD) handelt am Mittwoch seitwärts gegenüber dem US-Dollar (USD), während der Greenback vor der Zinsentscheidung der Federal Reserve, die um 19:00 GMT fällig ist, etwas Stabilität findet. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts handelt AUD/USD nahe 0,7000 und hält sich in der Nähe seines höchsten Niveaus seit Februar 2023.
Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber einem Korb von sechs Hauptwährungen verfolgt, handelt um 96,25 und stabilisiert sich, nachdem er am Dienstag ein Vierjahrestief von 95,56 erreicht hatte.
Die Märkte rechnen fest damit, dass die Fed die Zinssätze im Bereich von 3,50%–3,75% unverändert lässt, nachdem im vergangenen Jahr drei aufeinanderfolgende Zinssenkungen um 25 Basispunkte vorgenommen wurden. Bei der Dezember-Sitzung betonte Fed-Vorsitzender Jerome Powell, dass die Zentralbank „gut positioniert ist, um abzuwarten, wie sich die Wirtschaft entwickelt.“
Seit der letzten Fed-Sitzung haben US-Daten die Ansicht gestärkt, dass die Zentralbank es sich leisten kann, geduldig zu bleiben, da die Inflation nur allmählich nachlässt und die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt insgesamt widerstandsfähig bleiben.
Obwohl keine Änderung der Zinssätze erwartet wird, wird die Aufmerksamkeit fest auf die Pressekonferenz von Fed-Vorsitzendem Jerome Powell nach der Sitzung gerichtet sein, um Hinweise auf den geldpolitischen Ausblick zu erhalten, während die Märkte weiterhin mit zwei Zinssenkungen später in diesem Jahr rechnen. Signale einer verlängerten Pause könnten den US-Dollar stärken und den Aussie unter Druck setzen, während jede Neigung zu einer schrittweisen Lockerung wahrscheinlich AUD/USD unterstützen würde.
In Australien haben die stärker als erwarteten Inflationsdaten die Marktwetten verstärkt, dass der nächste Schritt der Reserve Bank of Australia (RBA) eine Zinserhöhung sein könnte. Der Verbraucherpreisindex (CPI) stieg im Dezember um 1,0% im Vergleich zum Vormonat, nachdem er im November stagnierte, und übertraf die Prognosen von 0,7%. Im Jahresvergleich beschleunigte sich die Inflation auf 3,8% von 3,4% und lag über den Erwartungen von 3,6%.
Der bereinigte CPI stieg im Dezember um 0,2% im Vergleich zum Vormonat und entsprach den Prognosen, nachdem er im November um 0,3% gestiegen war. Im Jahresvergleich stieg die Kerninflation auf 3,3% von 3,2% und blieb über dem Zielband der RBA von 2-3%.
Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.
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